Chronik

      Turn- u. Sportverein  Holtensen v. 1910 e.V.

 

1910     Gründung des Turnvereins „Jahn Holtensen“ am 02. September  1910 in der Gastwirtschaft Wille durch Pastor von Ihering und Lehrer Gustav Thielbörger. Im Oktober zur 1. ordentlichen Mitgliederversammlung können schon 27 Mitglieder begrüßt werden. Die Statuten des Vereins werden verlesen und zur Reinschrift genehmigt. Erste Geräte werden angeschafft (Barren, Pferd, Reck, Sprungbrett). Mühsam wird die Finanzierung dieser Geräte. Im Dezember 1910 wurde Pastor Ihering für deine Bemühungen als Gründer des Vereins zum Ehrenmitglied ernannt, ebenso Gastwirt Wille für die kostenlose Bereitstellung des Saales.

Als Gründer trugen sich in das damalige Protokollbuch ein: v. Ihering, Gustav Thielbörger, August Wille, Heinrich Siebrecht, Friedrich Große, Eduard Wille, Karl Weihberg, Karl Wille, Otto Pape, Willi Hillemann, Heinrich Ahlborn, Wilhelm Kulp, Heinrich Herwig, Willi Friedrichs, August Thielbörger, Karl Ahlborn, Robert Wille, August Schild, Willi Ahlborn, Heinrich Poppe, Fritz Willig, Willi Keppler, August Kulle, August Grube, Wilhelm Ropeter, Ludwig Wißler, Eduard Ahlborn, Albert Ahlborn, Willi Ahlborn, Eduard Lüdemann, Heinrich Ahlborn und Willi Hoff.

Der Vorstand im Gründungsjahr setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

1.Vorsitzender

August Wille

2.Vorsitzender

Gustav Thielbörger

Turnwart

Heinrich Siebrecht

Turnwart-Stellvertreter

Friedrich Große

Zeugwart

Karl Wille

Kassenwart

Eduart Wille

Schriftwart

Karl Weihberg

 

1911     Im Januar wird beschlossen, ein Stiftungsball zu feiern, neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Statuten werden gedruckt und jedem Mitglied zugestellt. (Man hatte schließlich einen Vereinsboten).

 

1912     Am 18. Februar feierte man ein Wintervergnügen mit einer Turneinlage. Neue Beiträge werden festgesetzt. Im Verein waren seinerzeit Vorstandsmitglieder, ordentliche Mitglieder und Turnfreunde. Jeder Turner hat einen oder mehrere Turnschüler, welche er trainierte. Im März findet die Wahl eines 2. Vorsitzenden und eines 2. Turnwartes statt. Am 1. September feiert der Verein ein kleines Fest. Anlass: die Schlacht bei Sedan vor 42 Jahren!

 

1913     Im Januar wird der Vorstand neu gewählt. Eine Geldkassette wird angeschafft. Der Termin für ein Ostervergnügen verbunden mit einem Vereinsturnen beschlossen. Der Verein hält monatliche Versammlungen ab. Themen sind oft die Bezuschussung der Teilnehmer an Turnfesten. Ein Schrank für die Turn-Utensilien wird in Auftrag gegeben. Die Statuten werden geändert: „Wer unentschuldigt bei den Turnstunden fehlt, zahlt 10 PF. Wer dreimal unentschuldigt fehlt, wird ausgeschlossen“. Im Sommer findet eine Weserfahrt statt. Für das Stiftungsfest im September soll eine Fahne angeschafft werden. Bei Versammlungen und anderen Gelegenheiten wird hierfür gesammelt. Aus Anlass des Festes zum Regierungsjubiläum des Kaisers wird für „lebende Bilder“ trainiert.

 

1914     Im Januar wird der Vorstand neu gewählt. Lehrer Gustav Thielbörger ist seit der Gründung des Vereins 1. Vorsizender. Im Sommer findet ein Ball mit Schauturnen statt.

 

1915     Hier sind im Protokollbuch nur die Neuwahlen erwähnt.

 

Der 1. Weltkrieg bringt den Turnbetrieb zum Erliegen.

 

1919     Einige Mitglieder kehren nicht zurück. Die 1. Sitzung nach dem Krieg findet im Januar statt. Vorstandswahlen im November. Hier werden neue Beiträge beschlossen. (Man zahlt bei den Turnstunden). Der § 20 der Statuten betreff „Auflösung des Vereins“ wird geändert. Schon nach kurzer Zeit kam das Vereinsleben wieder in vollem Umfang in Gang. Ein reger Sportbetrieb setzte mit den Nachbarvereinen Grone, Weende, Rosdorf, Lenglern, Geismar und Bovenden ein. Der damalige 2. Turnwart Willi Keppler konnte in mehreren Langstreckenläufen wiederholt 1. Siege erringen. Auch die übrigen Aktiven waren bei allen Wettkämpfen erfolgreich.

 

1920     Im Juli scheidet Lehrer G. Thielbörger als 1. Vorsitzender aus dem Verein aus und wurde auf Grund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ahlborn übernahm das Amt des 1.Vorsitzenden. Die Beiträge werden jetzt monatlich erhoben. Im September findet im Gasthaus Wille das 10 jährige Stiftungsfest statt. Frauen der Vereinsmitglieder zahlen keinen Eintritt, trotzdem wird ein Überschuss erwirtschaftet. Im Dezember gründet sich aus den Reihen der Mitglieder eine Sängerriege. An Turnfesten der Nachbarvereine von Weende, Grone. Lenglern und Rosdorf nimmt der Turnverein Jahn teil. Errungene Siegerkränze werden dem Verein überlassen.

 

1921     Alle 2 Monate finden Versammlungen statt. Gesangbücher für die Sängerriege werden angeschafft. Die Versammlung beschließt, künftigt zu Hochzeiten von Vereinsmitgliedern Ständchen zu bringen. am 19.7.1921 wird dem Verein das Bezirkstunfest übertragen. Da zu dieser Zeit noch ein Sportplatz fehlte, richteten Vereinsangehörige in ihrer damals knappen  Freizeit, die Lehmkuhle für diese Großveranstaltung her. Das Fest gelang großartig und neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Von 1921-1923 führte Eduard Wille den Verein als Vorsitzender und Willi Keppler erwarb sich in dieser Zeit als Oberturnwart erhebliche Verdienste, so dass er

Der Turnplatz wird hergerichtet (Tie). Ein Wintervergnügen findet im November statt.

 

1922     Generalversammlung im Januar mit Wahlen. Ein Ostervergnügen mit Kapelle Schachtebeck findet statt. Im September findet, jetzt schon traditionell, der Stiftungsball statt.

 

1923     am 20.1.1923 wird Willi Keppler einstimmig zum 1.Vorsitzenden gewählt. Ein Ostervergnügen wird beschlossen. Eintrittspreis: 800 M für Turner, 400 M für Schüler, Auswärtige bezahlen 1.000 M! (Inflation). Im Juni Antrag auf Gründung einer Damenriege, mit besonderer Einladung an die Damen. Viele Monatsversammlungen werden abgehalten.

In der nun folgenden Zeit wurden sehr viele Gerätewettkämpfe mit den Nachbarvereinen mit gutem Erfolg durchgeführt. Auch in der Leichtathletik machte unser Verein im Kreisgebiet auf sich Aufmerksam  durch die guten Erfolge bei allen Turnfesten und insbesondere bei den Kreisjugendwettkämpfen, die alle Jahre durchgeführt wurden. Besonders hervorzuheben wäre der dreimalige Gewinn einer 4mal 100m-Staffel, die dem Verein den Besitz des Wanderpokals einbrachte. An dieser Staffel beteiligt sind die Mitglieder Heinrich Siegmann, Friedrich Nothdurft, Karl Vollmer und Willi Bunnemann, sie waren damit in dreijähriger Folge Staffelsieger im Landkreis Göttingen.

 

1924     Im Februar findet ein Wintervergnügen statt, Für die Kinderbescherung am 1. Weihnachtstag wird eine Sammlung veranstaltet.

 

1925     Vorstandswahl im Januar, mit Wahl eines Festausschusses. Im Juni 15 jähriges Stiftungsfest. Monatliche Versammlungen finden statt, soweit Beteiligung vorhanden.

 

1926     Generalversammlung im Januar. Verlesung der Berichte der Turnwarte. Monatliche Versammlungen finden statt. Vergnügen werden schlecht besucht. Erstmals findet eine Tannenbaumfeier mit Kinderbescherung statt.

 

1926     Auch der Fußball gewann in dieser Zeit bei der Jugend  immer mehr an Bedeutung. Und so trafen sich die fußballbegeisterten

Holtenser  am 19.06.26 und gründeten aus ihren Reihen den

„Sportclub von 1926 (SC 26) Holtensen“.

 

 

 

Die Gründer waren:

Heinrich Erhardt, Fritz Trümper, Walter Leßner, Heinrich Wißler, Willi Bartling, Willi Ahlborn, August Thielbörger, Willi Oberdieck, Ludwig Herwig, Eduard Ahlborn, Heinrich Großheim, August Meyer, Hogo John, Adolf Hesse, Heinrich Siegmann, Heinrich Grube, Friedel Thielbörger, Albert Sue, Heinrich Körber, Artur John, Eduard Hartung, Karl Thielbörger, Heinrich Bachmann und Alfred Sauer.

 Der Fußballclub spielt auf dem Kleinen Hagen, da es in Holtensen noch an einem geeigneten Platz fehlt. Gemeldet werden eine Senioren- und eine Jugendmannschaft. Im August findet ein Gründungsball statt.

Die Sportplatzfrage machte dem Verein weiterhin große Sorge, zumal im Jahr der Fußballclub gegründet wurde. In wechselnder Folge wurde weiterhin der Sportbetrieb auf den hinteren Wiesen, in der alten Lehmkuhle und von Fall zu Fall auf dem kleinen Hagen abgewickelt.

 

1927     Der Verein vergrößert sich. 52 Mitglieder zählt der Verein bei der Generalversammlung. Für August wird ein Vergnügen beschlossen. 

 

1927     Auf der Generalversammlung wird der Vorstand bis auf den Kassierer wiedergewählt.(SC 26)K. Blume übernimmt diese Aufgabe. Strafgelder für das Fehlen der Spieler bei Spielen werden festgelegt. Der Club feiert eine Maskerade im Februar. Die Jugendlichen werden aufgefordert, die Mitglieder des Clubs zu den Versammlungen, die monatlich stattfinden, zu bestellen. Diese Versammlungen werden jeweils mit einem dreifachen „Hip-Hip-Hurra“ vom 1. Vorsitzenden H. Erhardt geschlossen. Eine Knabenmannschaft gründet sich. Für die Jugendlichen wird eine Kasse eingerichtet, deren Gelder ausschließlich für die Jugendlichen verwendet werden. Ein Erfolg für die Vereinskasse wird im Winter ein Theaterstück.

 

1928     In der Begrüßung zur Generalversammlung im Januar sprach man lt. Protokoll jetzt nicht mehr vom Turnbruder, sondern vom „Turngenossen“, die Zeit ändert sich. Im Bericht des Vorstandes beklagt sich der 1. Vorsitzende über die mangelnde Beteiligung bei den Monatsversammlungen. Die Aktivitäten im Verein vermehren sich. Vergnügungen kommen nicht zu kurz. Mädchen turnen jetzt mit, Lehrgänge werden besucht., ein Familienausflug geplant. Zum Stiftungsfest werden Faustball- und Handballspiele geplant, für die Kinder volkstümliche Wettkämpfe vorgesehen. Zu Weihnachten findet eine Feier mit Kinderbescherung statt.

 

1928     Ein neuer Vorstand wird auf der Generalversammlung gewählt. Ed. Ahlborn ist jetzt 1.

(SC 26)Vorsitzender. Vereinsabzeichen sollen beschafft werden. Die Finanzierung hierfür gestaltet sich schwierig, die Mitglieder sind nicht bereit, Beiträge im Voraus zu zahlen. Ein Sanitätskästchen wird beschafft und mit Material bestückt. Der Betrag zur Beschaffung eines Hochzeitsgeschenkes wird festgesetzt, der Bräutigam bedankt sich mit Freibier. H. Meyer, der sich in Amerika aufhält, wird ein Foto der Mannschaft zugesandt. Der Fußballclub nimmt Gespräche mit dem Magistratsrat Göttingen auf, um Pläne für einen eigenen Fußballplatz verwirklichen zu können. Diese Gespräche scheitern. Als nächstes setzt man sich mit dem Turnverein „Jahn“ in Verbindung, da dieser Verein ebenfalls an einem geeigneten Platz interessiert ist. der Theaterabend im Dezember schließt nach der Aufführung „Der Hausschlüssel“ und „Amerikafimmel“ mit Tanz.

 

1929     Nach den Neuwahlen wird ein Maskenball beschlossen. Das alljährliche Stiftungsfest findet im September statt. Neuaufnahmen werden protokolliert.

 

1929     Ein Spielausschuss wird gewählt. Er setzt sich aus einem Obmann und zwei Beisitzern

(SC 26)zusammen. Gewählt werden: Karl Thielbörger, Heinrich Siegmann und Heinrich Großheim. Die Maskerade ist ein Erfolg und bringt Überschuss in die Vereinskasse. Die Senioren- und Junioren-Spieler werden aufgefordert, Beträge von 3-5 M zu zahlen, um für die Ausgaben für das Sportfest im Juli genügend Geld zu haben. Sein Geld soll jeder nach dem Fest zurück bekommen. Nach der Nachfeier ergibt sich aber ein Defizit von 20 M. Eine Weihnachtsfeier fällt aus, stattdessen findet am 31.12. ein Ball statt.

 

1930     Auf der Generalversammlung werden lange Berichte verlesen über die sportlichen Aktivitäten und die Feste. Monatsversammlungen finden regelmäßig statt. Weihnachtsfeier und Wintervergnügen schlossen das Jahr ab.

Beide Vereine  - SC 26 und Jahn Holtensen – tragen die Kosten für Ausmessen und (SC 26) Umschreiben des neuen Sportplatzes. Sämtliche Vereinshosen werden mit einem Abzeichen versehen. Der Verein kauft für einzelne Spieler Fußballschuhe, die nach Anzahlung in Eigentum der Spieler übergehen. Fußballschuhe, die nicht mehr benötigt werden, kommen innerhalb des Vereins zum Verkauf. Der Club beschließt, die Maskerade ausfallen zu lassen. Stattdessen findet ein Silvesterball statt. Für die Instandsetzung des neuen Sportplatzes werden für jedes Mitglied 10 Arbeitsstunden festgesetzt, bei nicht Erscheinen der Betrag von 0,50 M je Stunde. Eine Rücklage soll wegen der schlechten Zeit nicht auf der Sparkasse eingezahlt werden, sondern verbleibt in der Kasse. Dieser Betrag darf nur nach einer außerordentlichen Sitzung für besondere Zwecke entnommen werden. Jungverheiratete Spieler spenden Freibier auf der einen oder anderen Versammlung.

 

1931     Eine Einladung zum 30. Stiftungsfest der Freiw. Feuerwehr liegt vor.

Der damalige Gemeinderat kaufte 3 ½ Morgen Ackerland am westlichen Dorfausgang (Pfingstanger) für Sportplatzzwecke. Hierfür war von Bedeutung, dass gerade zu dieser Zeit Männer im Gemeinderat vertreten waren, die dem Sport sehr nahe standen und Verständnis für unsere Jungend aufbrachten.

Es waren die Vereinsmitglieder: Eduard Wille, als Gemeinde-Vorsteher, August Herwig als 1.Beigeordneter und Ratsherr Karl Schmidt. Außerdem gehörten dem Gemeinderat als Nichtvereinsmitglieder an: August Hesse, Louis Oberdiek, Karl Vollmer, August Ahlborn, August Wille, Eduard Lüdemann 48, Fritz Ahlborn 56, August Ahlborn 55. Auch der derzeitige Gemeinde-Rechnungsführer Fritz Wille, sowie Willi Keppler als Ortsjugendpfleger und Lehrer Heise aus Grone als Kreisjugendpfleger trugen zur Beschaffung des Sportplatzes erheblich bei.

Im Dorf wird eine Sammlung für den Sportplatz gemacht. Jetzt galt es den gekauften Platz als Sportplatz herzurichten. Freiwillige beider Vereine (Turnverein & Fußballclub) arbeiten an der Fertigstellung des Platzes. Sehr viel Boden musste bewegt werden. Die Mitglieder haben teilweise über 100 Stunden Arbeit in ihrer Freizeit geleistet. Bäume wurden nach der Begradigung gepflanzt, Tore beschafft und aufgestellt und Sprunggruben sowie Laufbahnen hergerichtet. Nach Fertigstellung zeigte sich bald, wie notwendig ein Sportplatz war. Endlich konnten nun auch größere Veranstaltungen auf einen vorgeschriebenen Platz stattfinden.

 Ein neuer Ball, sowie ein Ballnetz werden angeschafft. In Auftrag wird ein Schrank für die (SC 26) Bälle gegeben. Die II. Senioren-Mannschaft erscheint bei Spielen mit blauen Trikots (Sweater) und schwarzen Hosen. Nachdem man oft die Mannschaftsaufstellungen für die Spiele eines Monats in den Versammlungen festgelegt hat, ergeht ein Antrag, dieses in Zukunft in den Spielerversammlungen zu erledigen. In einer Ansprache auf einer Monatsversammlung wird an die Disziplin der Teilnehmer appelliert, um eine schnelle Anhandlung einer Versammlung vornehmen zu können. Im September findet ein Sportfest zum 5 jährigen Bestehen des Sportclubs v. 1926 statt. Eingeladen sind zu Diplomspielen die Nachbarvereine aus Elliehausen, Lenglern, Erbsen, Grone, Weende und Harste. Der Verein zählt inzwischen 40 Mitglieder. Man gibt bekannt, dass der Verein an 1. Stelle in der Tabelle der 1. Gauklasse steht und somit Herbstmeister ist. Strafgelder für „ungebührliches Benehmen“ auf dem Sportplatz werden festgelegt. Zu Weihnachten findet eine kleine Feier mit Kinderbescherung statt. Ein Mitglied stellt für diesen Abend sein Radio zur Verfügung.

 

Hier enden vorübergehend die Aufzeichnungen des Turnvereins „Jahn“ Holtensen. Zu einem späteren Zeitpunkt findet sich im Protokollbuch ein Nachtrag. Diese Niederschrift zeichnet den Zusammenschluss der Vereine „Turnverein Jahn von 1910 Holtensen“ und dem „Sportclub 1926 Holtensen“ auf.

Das Protokollbuch des TV Jahn für die Zeit von 1932-1945 ist in den letzten Kriegstagen abhanden gekommen.

 

1932     Obwohl die Mitgliederzahl auf 44 gestiegen ist, beklagt sich der Kassierer über einen

(SC 26) ungünstigen Jahresabschluss. Viele Mitglieder sind mit Ihren Beiträgen im Rückstand. Ein Kappenkränzchen bringt einen kleinen Überschuss in die Kasse. Eine Knabenmannschaft kommt zusammen, ein Leiter hierfür muss gewählt werden. Festgelegt wird ferner, dass jeder Ersatzspieler seinen Sweater und Hose „24 Std. vor Beginn eines Spieles“ in sauberen Zustand abzuliefern hat.

Folgende Beschlüsse werden gefasst: Mitglieder, welche Hochzeit haben und denen ein Geschenk zusteht, müssen drei Jahre im Verein sein und dürfen keine Beiträge ausstehen haben. Die Geschenke sollen den Wert von 12 M nicht überschreiten. Mitglieder, die noch nicht drei Jahre im Verein sind, werden mit Blumen bedacht. Bei einem Sterbefall wird ein Kranz niedergelegt und 8 Träger gestellt. Das Nichterscheinen von Mitgliedern bei Beerdigungen wird mit Geldbuße bestrafft. Wer nach mehrmaliger Aufforderung seinen Beitrag nicht bezahlt, wird vom Verein mit Ausschluss bestraft! Der Verein beschafft Fußballhosen und Stutzen. Neue Tore für den Sportplatz werden besorgt, über die Finanzierung ist man sich uneinig. Bezahlt sie nun die Gemeinde oder der Sportclub. Die Theaterbühne wird an andere Vereine „verliehen“ und bringt Geld in die Kasse.

 

1933     Die Bühne, die einige Male für Theateraufführungen genutzt wurde, wird an den

(SC 26) Schützenverein verkauft. Als ahnte man, welch` schwierige Zeit folgt, so endet das Protokoll der Generalversammlung mit folgenden Worten: „Wieder ist ein Jahr verflossen. Die Erfolge und Einigkeit mögen uns auch dieses Jahr wieder die Meisterschaft bringen“. Es wird dazu aufgefordert, dass jedes Mitglied, welches das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, am Training teilzunehmen hat. Anschließend finden die Spielerversammlungen statt, unter Leitung von Heinrich Siegmann. Auf einer außerordentlichen Versammlung im März beschließt der Vorstand eine Änderung der Satzung und überlegt, den Verein beim Amtsgericht eintragen zu lassen. Auch das Vereinslokal wird festgelegt. Die Vergnügen und alle anderen Vereinsangelegenheiten werden im Gasthaus Wille geregelt. Ein Kappenkränzchen wird veranstaltet, eine Autobusfahrt in den Harz geplant, neue Fußballschuhe angeschafft.

Jetzt greift die Politik in den Verein: Die Statuten werden nach dem Führergrundsatz geändert, die Hauptversammlung bestimmt den „Vereinsführer“ und dieser seine Mitarbeiter. Hinter jeden Namen der Mitarbeiter ist die Parteizugehörigkeit vermerkt. Jetzt schließen die Versammlungen nicht mehr mit „Hip-Hip-Hurra“, sondern mit einem dreifachen „Sieg Heil“.

 

1934     Die Monatsversammlungen sind nur dürftig besucht, oft nicht beschlussfähig. Nach 6 Jahren

(SC 26) 1. Vorsitzender legt Ed. Ahlborn sein Amt nieder. Karl Thielbörger wird sein Nachfolger. Das Rosenfest wird ein Erfolg und bringt einen Überschuss in die Vereinskasse. Der Fußballclub wird zum vierten Male Meister der 2. Kreisklasse Gruppe B.

 

1935     In der Jahreshautversammlung wird beschlossen, eine AH-Mannschaft zu gründen. Besonders(SC 26) hervorgehoben wird der Verdienst des 1. Kassierers, der es geschafft hat, alle rückständigen Beiträge einzuziehen. Um die Verbundenheit mit dem Verein äußerlich zu zeigen, wird jedes Mitglied gebeten, das Vereinsabzeichen zu tragen. Die neue Satzung wird verlesen und erläutert. Der „Vereinsleiter“ mahnt zur Teilnahme an den Sportfesten und Diplomspielen der Nachbarvereine. Teilgenommen wird aber auch am 25. Stiftungsfest des Turnvereins „Jahn“ Holtensen. Das 9 jährige Bestehen des Clubs wird mit einem Rosenfest begangen, eingerahmt von einem Fußballtunier. Das Training wird im Winter auf den Saal verlegt. Um auch den Damen der Mitglieder etwas bieten zu können, wird eine gemeinsame Silvesterfeier beschlossen. Im Jahr 1935 wurde dem damaligen Turnverein Jahn Holtensen zum zweiten Mal die Ausrichtung des Bezirksturnfestes übertragen.

 

1936     Die ersten Monatsversammlungen fallen aus. Im Sommer findet das 10 jährige Stiftungsfest

(SC 26) des SC Holtensen statt, welches sportlich uns finanziell ein Erfolg ist. Für dieses Fest wird    bereits 3 Monate vorher ein Festbeitrag von den Mitgliedern kassiert. Für die Knabenmannschaft wird ein Zuschuss zur Anschaffung von Fußballstiefeln genehmigt. Überlegungen zum Zusammenschluss der beiden Vereine werden vorerst zurückgestellt. Man will die Verhandlungen der Vereinsvorstände abwarten. Die Silvesterfeier findet beim Vereinskameraden Gastwirt W. Schocke statt. Das Programm sieht folgende Punkte vor: Kinderbescherung, Kaffeetafel und eine Vesper. Wurst und Kuchen sind mitzubringen.

 

1937     Die Monatsversammlung Januar wird ein Opfer der Grippewelle. Auf der

(SC 26) Generalversammlung im April gibt der Vereinsführer K. Thielbörger einen Überblick über das erfolgreiche, zurückliegende Jahr. Eine Jugendmannschaft konnte sich durchsetzen und steht auf dem zweiten Tabellenplatz. Dem Kassierer gelang es, ohne Beitragsrückstände das Jahr abzuschließen. Ferner wird an die Mitglieder appelliert, den Verein weiter zu unterstützen, denn: „Stillstand ist Rückgang“! Eine Vereinsfahrt nach Kassel und dem Bielstein findet im Sommer statt. Im November findet eine außerordentliche Versammlung statt. Der Vereinsführer K. Thielbörger legt sein Amt wegen Ortswechsel nieder. Nachfolger wird L. Herwig. Diese Sitzung schloss mit einem „Sieg Heil auf Führer und Reichskanzler A. Hitler“!

 

1938     Ein neuer Schrank zur Aufbewahrung der Bälle, Fahnenstange und sonstige Vereinssachen

(SC 26) werden angeschafft. Es wird nach dem Verbleib von 2 Koffern geforscht. Neue Trikots sollen angeschafft werden, jeder Spieler soll diese selbst bezahlen. In der Generalversammlung wird ein neuer Vereinsführer gewählt, es ist ED. Ahlborn. Für die Jugendmannschaft wird eine Tour nach Bad Lauterberg organisiert, finanziert aus der Jugendkasse. Um die Monatsversammlung interessanter zu gestalten, wird jeweils ein Sachvortrag über verschiedene Fußballthemen gehalten.

Am 3. September 1938 wird eine außerordentliche Generalversammlung einberufen mit dem einzigen Tagesordnungspunkt: „Zusammenschluss der beiden Sportvereine“.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit gibt der Vereinsführer Einzelheiten der Zusammensetzung des neuen Vereins bekannt:

Der neue Verein soll den Namen

„Sportverein Jahn Holtensen 1910“ führen.

 

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Vereinsführer:             Willi Keppler

            Stellvertreter:               Eduard Ahlborn

            Schriftführer:               Wilhelm Hesse

            Kassierer:                    Wilhelm Nothdurft

Für die einzelnen Sparten:

            Turnen:                         Heinrich Siegmann

            Fußball:                       Willi Heine

            Leichtathletik:               Friedrich Nothdurft

           

Als Hauptsportarten soll Turnen, Fußball und Leichtathletik betrieben werden. Die Abstimmung ergab bei 31 Anwesenden  30 ja und 1 ungültige Stimme. Am 5. September soll der Zusammenschluss durch die Vereinsvorstände vollzogen werden. Der Vereinsführer forderte die Mitglieder auf, sich auch im Großverein für Sport und Verein einzusetzen. Mit seinem „Sieg Heil auf Führer und Reichskanzler“ endet die letzte Sitzung des Sportclubs 1926 Holtensen um 22.45 Uhr am 03.09.1938.

 

1945     Der Krieg ist zu Ende. Eine nicht zu schließende Lücke ist in den Reihen der Mitglieder aufgetan. Viele Sportkameraden sind gefallen oder werden vermisst. Einige sind in Gefangenschaft.

 

1946     Im Januar findet die1. Versammlung des Turn- und Sportvereins von 1910, wie er sich inzwischen nannte, statt. Die politische Lage der Zeit zwingt den Verein, sich einen neuen Namen zu geben, um überhaupt den Turnbetrieb wieder aufnehmen zu können. Man heißt jetzt „Verein für Leibesübungen“. Der Verein behält die Beiträge für Mitglieder wie vor dem Kriege bei: Erwachsene zahlen 0,50 M, Jugendliche 0,20 M. Der 1. Vorsitzende Willi Keppler, der sich unermüdlich für die Turn- und Sportsache einsetzt, bemüht sich jetzt, neue Turngeräte zu beschaffen und unter mithilfe der Vereinsmitglieder (70 Mitglieder !) den Sportplatz, der während des Krieges den Evakuierten als Gartenland diente, in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Die Jugendlichen werden gebeten, regelmäßig an den Übungsstunden teilzunehmen. Ein Wechsel des Fachwartes Turnen wird unumgänglich. Erste Erfolge der Sportler können bekanntgegeben werden. Die Zeit bringt es mit sich, dass man sich jetzt wieder als „Turnbruder und –schwester“ betitelt. Der Verein bemüht sich, den guten Ruf, den er vor dem Krieg inne hatte, wieder herzustellen. Regelmäßige Monatsversammlungen finden statt. Sportliche Veranstaltungen mit abschließenden Tanzvergnügen sollen von den Alltagssorgen ablenken. Der Sportplatz wird fertig gestellt und über Bezugsscheine bekommt man Holz, um Fußballtore zu bauen. Im September findet im kleinen Rahmen das 36 jährige Stiftungsfest statt. Wettkämpfe aus der Leichtathletik, Fußballspiele und Turnvorführungen der Damen stehen auf dem Programm. Sieger werden zu Vereinsmeistern ernannt: Alte Herren: 1000m Lauf Fr. Nothdurft, Kugelstoßen: Wilh. Hesse, Weitsprung: Fr. Nothdurft, Jugendliche: Kugelstoßen: Herbert Hesse. Man beschließt, Bekanntmachungen und Erfolge im Ort auszuhängen. Für die Jugend wird ein Jugendleiter gewählt. Silvester ein geschlossenes Vergnügen veranstaltet.

 

1947     Der Aushangkasten wird angefertigt, die neuen Tore gestrichen. Zustimmung fand die Anlegung einer 100m Laufbahn. Die Jugendmannschaft Fußball hat Spielverbot und Platzsperre (Leider ist in keinem der folgenden Protokolle vermerkt, warum). Im April wird ein neuer Vorstand gewählt. Der 1. Vorsitzende W. Keppler gibt eine Zusammenfassung der Geschehnisse im Verein nach dem 2. Weltkrieg. Der Verein zählt jetzt 102 Mitglieder. Man beschließt, Vereinsmitgliedern, die Hochzeit oder Silberhochzeit feiern, vom Verein den Verhältnissen entsprechend mit Blumen zu beschenken (Andere Artikel waren nicht zu beschaffen). Fachverbände für Turnen und Fußball gründen sich auf Kreis- und Bezirksebene, werden von den Fachwarten unseres Vereins regelmäßig besucht. Ferner soll auf dem Sportplatz eine Tafel mit folgender Aufschrift aufgestellt werden: Belästigungen des Schiedsrichters durch Spieler und Zuschauer haben Platzverweisung zu Folge!. (Wie sich die Zeiten nicht verändert haben). Entlang des Sportplatzes werden Birken und Linden angepflanzt. Die Turnstunden werden wieder regelmäßig durchgeführt, die Jugendlichen aufgefordert, rege daran teilzunehmen. Regelmäßige Monatsversammlungen finden statt, hierzu wird ein Anwesenheitsbuch angelegt. Eine Versicherung für die Mitglieder neu abgeschlossen.

 

1948     Vorschläge, den Turnbetrieb abwechslungsreicher zu gestalten, finden Zuspruch. Ebenso der Vorschlag, zum Schwimmen zu gehen. Ein geschlossenes Vereinsvergnügen im Februar wird veranstaltet, um die Alltagssorgen zu vergessen. der Fußballbetrieb ist rege. Der Aushangkasten ist fertig und ein Aufstellungsplatz muss festgelegt werden. Es wird überlegt, die Jahreshauptversammlung (JHV) oder Generalversammlung wieder in den Januar zu verlegen, muss sich aber den Anordnungen der Militärregierung beugen. Auf der JHV wird W. Keppler als 1. Vorsitzender wiedergewählt, wünscht sich aber einen Nachfolger, da er im Ort noch andere wichtige Ämter bekleidet (Bürgermeister !!). Wenn die Zeitung „Der Niedersachsensport“ vom Verein weiter gelesen werden soll, muss 5 kg Altpapier abgegeben werden !! der Aishangkasten wird am Vereinslokal aufgestellt. Zurückgekehrte Gefangene werden vom Vorstand auf der Monatsversammlung besonders begrüßt. Auf dem Stiftungsfest werden zahlreiche Wettkämpfe der Turner, Fußballspiele und ein Handballspiel der Damen als Programm gezeigt, anschließend Tanz im Vereinslokal Wille. Der Eröffnung einer Tischtennisabteilung wird nur stattgegeben, wenn sich genug Beteiligte finden. Als Vereinsberichterstatter wird Fr. Herwig gewählt, um den Verein in der Tages- und  Sportpresse zur Geltung zu bringen. Strafgelder strapazieren die Vereinskasse. Für das neue Jahr wird eine Maskerade – wie sie schon vor dem Krieg stattfand – geplant.

 

1949     Durch einstimmigen Beschluss wird der Termin für die JHV für Januar festgelegt. der langjährige 1. Vorsitzende W. Keppler gibt seinen Entschluss bekannt, sich nun endgültig nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen. Er schlägt dem 2. Vorsitzenden Friedrich Herwig vor. Der Verein überlegt, den auf Anordnung der Militärregierung angenommenen Namen „Verein für Leibesübungen“ abzulegen und den alten Namen „Turn- und Sportverein von 1910 Holtensen“ wieder aufzunehmen. Auf Grund der tatkräftigen Unterstützung des Vereins durch den Turnbruder W. Schocke gedenkt man, sein Lokal mit zu benutzen, bzw. abwechselnd im Jahresrhythmus die Versammlungen im Gasthaus Wille und Schocke abzuhalten. Die Währungsreform hinterlässt ein großes Loch in der Vereinskasse. Die Vorstandswahlen leiten einen neuen Abschnitt in der Geschichte des TSV Holtensen ein. Nach 26 Jahren Vorstandsarbeit gibt der 1. Vorsitzende W. Keppler schweren Herzens sein Amt ab, stellt aber seinen Rat weiter zur Verfügung. Er trägt seinem Nachfolger Fr. Herwig auf, gemäß den Statuten dafür zu sorgen, dass alle Sportarten durchgeführt werden. Als erste Amtshandlung ernennt Fr. Herwig seinen Vorgänger zum Ehren-Vorsitzenden. 2. Vorsitzender wird Heinz Wiegand.

Der alte Vereinsname wird jetzt wieder geführt. Durch besondere Veranstaltungen versucht der Vorstand, den Verein für alle attraktiver zu machen. Die sportlichen Aktivitäten leben im Verein voll auf.

Eine Fußballjugend wird genehmigt. Schloss man vor dem Krieg eine Monatsversammlung mir „Sieg Heil“, so endet sie jetzt mit einem „Gut Sport“. Fußballtuniere werden veranstaltet. Tanzvergnügen. Die Turner nehmen nach einer Ermahnung vom Vorstand an Kreisturnfesten teil. hierzu nimmt man die Vereinsfahne mit, um den Verein in Nachbarorten zu präsentieren. Man zeigt: Wir sind wieder wer! Erfolge auf Kreisturnfesten werden im Aushangkasten bekanntgegeben. Im September feiert man da 39. Stiftungsfest mit Wettkämpfen der Leichtathleten, Fußballspielen der Herren- und Jugendmannschaft. Die Sieger der Leichtathletikabteilung erhalten ein Diplom. Abend Tanz im Vereinslokal Schocke. Sportabzeichen können abgelegt werden. Immer wieder muss der Vorstand einige temperamentvolle Spieler ermahnen, sich bei Spielen zu beherrschen, um den Verein nicht in Verruf zu bringen. Im Winter wird auf dem Saal Wille geturnt. Um Geld in die Vereinskasse für Trikotanschaffungen zu bekommen, sollen kleine Theaterstücke gezeigt werden.

 

1950     H. Wiegand übernimmt offiziell das Amt des Fachwartes Fußball zusammen mit Arthur Oberdieck. Am Sportplatz werden Linden, Eschen und Birken gepflanzt. Durch die Tanzveranstaltung (Maskerade) kann die Kasse etwas gefüllt werden, dennoch lehnt es der Vorstand ab, Strafgelder zu zahlen, die Betroffenen selbst werden zur Kasse gebeten. Ein Wechsel aus beruflichen Gründen des Fachwartes Turnen findet statt. Der Vorstand droht, seine Amtsgeschäfte niederzulegen, wenn weiterhin die Beteiligung an Turnfesten so mangelhaft bleibt. Man will sich in Zukunft nicht mehr blamieren, dieses alles schadet dem Ansehen des Vereins. An die Jugend wird appelliert, sich mehr für den Verein zu arrangieren. Für das 40. Stiftungsfest werden Vereinsabzeichen beschafft, um folgende langjährige Mitglieder auszeichnen zu können: Ehrenvorsitzender und Gründer Willi Keppler, Lehrer G. Thielbörger, Heinrich Niethaus, Willi Hoff und Willi Kulp. Im Winter wird das Fußballtraining in den Saal verlegt, Überlegungen, die Jugendmannschaften mit Elliehausen zusammen zulegen werden nicht weiterverfolgt. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern, plant man mehr gemeinsame Veranstaltungen.

 

1951     Im Verein macht sich eine große Interessenlosigkeit breit, die von den Fachwirten bis hin zu den Aktiven reicht. Der 1. Vorsitzende ermahnt Anfang des Jahres alle Mitglieder, sich gemeinsam zu bemühen, das Ansehen des Vereins aufzubessern. der Verein hält einen Kameradschaftsabend ab. Die monatlichen Versammlungen fallen hin und wieder wegen mangelnder Beteiligung aus. Auf dem Stiftungsfest im September wird das 25 jährige Bestehen der Fußballabteilung gewürdigt. Dieses Fest wird zu einem kleinen Erfolg auf sportlicher Ebene ebenso wie für die Vereinskasse. Zum Ende des Jahres schleppt sich das Vereinsleben nur mühsam dahin. Von Seiten des Vorstandes wird alles nur erdenklich unternommen, um das Interesse der Mitglieder zu wecken.

 

1952     Die sportlichen Aktivitäten im Fußball und bei den Turnern erreichen seinen Tiefstand. Die Jugendfußballmannschaft wird sogar zurückgezogen. Da aber in anderen Sportvereinen die gleichen Missstände herrschen, so sieht man diesen Tiefpunkt als ein Zeichen der Zeit an und hofft, dass sich dieses Problem von selbst auflösen wird. In dem Verein findet ein Generationswechsel statt und es wird gehofft, dass sich die Jugend sowie alle anderen Mitglieder an den vom Verein angebotenen Sportarten reger beteiligen werden. Der Fußballbetrieb bessert sich im Laufe des Jahres etwas, man kann wieder eine Jugendmannschaft melden. Um den Kindern den Sport näher zu bringen, werden für den Schulhof ein Barren und ein Reck angeschafft. Strafgelder belasten den Verein durch Regelverstöße u. a. sehr, sodass sich der Vorstand immer wieder mit personellen Problemen auseinander zusetzen hat. Um den Winter zu überbrücken und um die Kameradschaft zu fördern, wird versucht, die Theatergruppe aus den Reihen der Jugendlichen wieder ins Leben zu rufen.

 

1953     Die Ehrenmitglieder und Mitbegründer des Vereins

G. Thielbörger und Willi Hoff sind verstorben, die Generalversammlung im Gasthaus Wille gedenkt ihrer. Streit entfacht über die Vereinslokale. Während man jährlich abwechselnd die Versammlungen in dem einen oder anderen Lokal abhält, feiern jetzt einige Mitglieder das Ende der Generalversammlung im Gasthaus Schocke. der Sportplatz wird durch neue Lindenanpflanzungen verschönert. Die Monatsversammlungen werden weiterhin schwach besucht.

 

1954     Bewährte langjährige Mitglieder werden ausgezeichnet. Erfolge der Turner zeichnen einen positiven Aufwärtstrend ab. Der Kameradschaftsabend, erstmals mit einer Tombola, wird ein Erfolg. Die Jugendlichen, die im Verein Sport treiben, werden auf Sporttauglichkeit amtsärztlich untersucht. Der Sportplatz wird aufgearbeitet. Hierbei wird bemängelt, dass diese Arbeiten von einer Handvoll Mitgliedern erledigt werden musste. Die Arbeit der Aktiven im Verein wird vermisst. Die Monatsversammlungen werden weiterhin nur schwach besucht. Das Stiftungsfest fällt wegen zu hoher Kosten aus, stattdessen soll im Winter ein Kameradschaftsabend stattfinden. Zu Hochzeiten und Silberhochzeiten werden mit dem Vereinsnamen verzierte Gläser zur Erinnerung verschenkt.

 

1955     Die Generalversammlung findet mit anschließendem Kameradschaftsabend statt. Der Turnbetrieb – sonst während des Winters in den Saal Wille verlegt – ruht ab jetzt in den Wintermonaten. Man hofft auf gute Zusammenarbeit der Fußballer und Turner, um die Erfolge von früher wieder erreichen zu könne. Die Mitgliederzahl stagniert in diesem Jahr. Undiszipliniertes Verhalten einiger Fußballer verärgert den Vorstand. Strafgelder belasten zunehmend die Vereinskasse. Ein Unfall auf dem Weg zu einer sportlichen Veranstaltung erregt die Gemüter, man vermisst die Unterstützung durch den Vorstand. Die Beteiligung der Jugendlichen an der Instandsetzung des Sportplatzes ist gering. Das 45. Stiftungsfest findet in kleinem Rahmen statt und bringt dennoch einen Überschuss in die fast leere Vereinskasse. Da im Ort viele Vereine feiern, kommt es zu Überschneidungen mit den Veranstaltungen des TSV. Durch besseres Planen hofft man, diese Missstände abzustellen.

 

 

1956     Fritz Siegmann, nach langer Gefangenschaft endlich heimgekehrt, wird auf der Monatsversammlung besonders begrüßt. Die Überlegung, ein Vereinsheim zu bauen, kommt auf. Eine Busfahrt mit den Angehörigen in den Harz geplant. Es werden Trikots für die Jugend- und die Herrenmannschaft der Fußballer angeschafft. Wieder ein Mal wird an die Gründung einer Tischtennisabteilung gedacht. Für die Jugendlichen werden im Sommer Zeltlager auf der Stolle und auf Sylt angeboten. Spieler, die sich verletzen, werden durch Sammlungen im Verein unterstützt. Auf dem Sportplatz werden Bundesjugendspiele der Schulen der drei Dörfer Elliehausen, Esebeck und Holtensen durchgeführt. Auf dem 46. Stiftungsfest finden Wettkämpfe statt, die Gewinner sind die diesjährigen Vereinsmeister. In den Reihen der Fußballer kämpft man mit einer Disziplinlosigkeit, die die Vereinskasse weiterhin stark strapaziert. Der 1. Vorsitzende mahnt die Spieler und Zuschauer immer wieder, sich zu beherrschen. Aus den eigenen Reihen sollen Schiedsrichter ausgebildet werden.

 

1957     Der Verein hat jetzt 133 Mitglieder in den Abteilungen Leichtathletik, Turnen und Fußball. Altverdiente Turner werden ausgezeichnet. Man hofft auf Vorbildfunktion für die Jugend. Das Problem mit Beitragsrückständen taucht auf. Der Verein plant, auf dem Sportplatz einen Umkleideraum zu bauen. Der 2. Kassierer H. Ehrhardt wird für seine Verdienste mit der goldenen Ehrennadel des Niedersächsischen Fußballbundes (NFB) ausgezeichnet. Ein Kappenfest findet statt. Die Pläne für ein Sportheim nehmen konkrete Formen an. Mit viel Eigenleistung hofft man, die Finanzierung in einem annehmbaren Rahmen halten zu können. Im März beginnen viele freiwillige Helfer mit dem Bau des Hauses. Im Mai ist bereits Richtfest. Dank einer Bierspende wird kräftig gefeiert. Trotz der fleißigen Helfer schafft man es nicht, das Haus bis zum Stiftungsfest fertig zustellen. Die Finanzdecke des Vereins ist aufs äußerste gespannt. Überlegungen, die Vereinsbeiträge für ein Jahr im Voraus zu kassieren, finden keinen großen Anklang. Der Turnbetrieb steht still, es vertreten immer die selben Sportler (Leichtathleten) den Verein bei Sportfesten der Nachbarvereine. Am Tag des Stiftungsfestes finden Wettkämpfe statt. Die Gewinner sind wieder die Vereinsmeister des Jahres. Die Arbeiten am Sportheim kommen nur langsam voran. Hauptraum und Duschen haben inzwischen Neonlampen erhalten. Die Junggesellen spenden für das Sportheim.

 

1958     Der Verein ist stolz auf den Bau seines Sportheimes. Es wurden ein rund 60m² großer Übungs- und Versammlungsraum, ein Geräteraum, sowie Toiletten, Duschanlagen und Waschgelegenheiten geschaffen. Für die Jugendlichen soll dieses Vorbildfunktion sein, da es in erster Linie die Älteren waren, die für Sportplatzherrichtung und Bau des Sportheimes außerordentliches geleistet haben. Der Verein wird beim Amtsgericht ins Vereinsregister eingetragen. Einige der älteren Turner fahren nach München zum Deutschen Turnfest. Eine Tischtennisabteilung soll angemeldet werden, da sich genügend Teilnehmer gefunden haben. Die Einweihung des Sportheimes (Sporthaus) findet gleichzeitig mit dem 48. Stiftungsfest statt. Hierzu war viel Sportprominenz eingeladen und erschienen. Die erste Monatsversammlung nach der Einweihung findet im Sporthaus statt. H. Schrickel übernimmt in diesem Jahr die Leichtathletikabteilung. Es werden dringend Übungsgeräte benötigt, z. B. Bambusstangen für den Hochsprung. Auf dem Sportplatz finden unter reger Beteiligung die Übungsstunden statt. Die Sauberhaltung des neuen Sporthauses stellt ein Problem dar. Jeder Abteilungsleiter soll für Sauberkeit sorgen. Die Fußballer können nach langer Zeit der Uneinigkeit für einen Titel sorgen, sie werden Herbstmeister. Gemeinsames Streben hat zum Erfolg geführt. Der Verein beschafft gemeinsam mit der Schule eine neue Rechstange und einen „Lüneburger Schlegel“. Man kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

 

 

1959     Die Tischtennisabteilung fasst Fuß und hat regen Zulauf. Da der Hauptraum im Sporthaus als Übungsraum für viele Abteilungen genutzt wird, bleiben Beschädigungen nicht aus. Ballspielen ist ab sofort verboten. Das Wechseln des Vereinslokals findet nicht mehr statt, man bleibt in der Gaststätte Schocke. Später wird man durch schriftliche Abstimmungen das Vereinslokal bestimmen. Nach Bestuhlung des Sporthauses erwägt man, auch dort die Monatsversammlungen abzuhalten. Eine Mannschaft aus der damaligen „Ostzone“ Gröna bei Bernberg ist eingeladen. Der Vorstand bemüht sich, den Gästen so viel wie möglich zu zeigen. Eine Besichtigung des Versuchsgutes und eine Stadtbesichtigung stehen auf dem Besuchsprogramm. Nachmittags findet das Freundschafts-Fußballspiel statt. Der Aufenthalt der Gäste endet mit einem gemütlichen Zusammensein im Sporthaus. Der Verein plant wieder ein Stiftungsfest mit Vereinsmeisterschaften in Leichtathletik, sowie Fußballspiele. Die Tischtennisabteilung ermittelt Ihre Vereinsmeister bereits eine Woche vor diesem Fest. Das Fest selbst bringt einen geringen Überschuss in die strapazierte Vereinskasse. Planungen zur Vorbereitung des 50. Stiftungsfestes beginnen. Nach einem Krach mit dem Vereinswirt beschließt der Vorstand, zunächst ein neutrales Lokal für die Versammlungen zu suchen. der Gegenbesuch in Gröna/DDR findet im November statt. Es wird die Anweisung ausgegeben, dort möglichst politische Gespräche zu vermeiden. Bei den Turnern fehlt ein Übungsleiter. Für Sporthaus und Sportplatz gibt es einen Belegungsplan, damit sich der Übungsbetrieb nicht überschneidet.

 

1960     Das 50. Stiftungsfest findet in einem großen Rahmen statt. Hierzu wird eine Festschrift von Schriftwart W. Hesse erstellt. Gleichzeitig findet auf dem Sportplatz das gauturnfest statt, der Platz wurde hierzu entsprechend vorbereitet. Die Kinder des Vereins nehmen am Gauturnfest in Bovenden teil. Die Frauen der Vereinsmitglieder schenken anlässlich des Stiftungsfestes eine Fahnenschleife. Auf dem Sportplatz finden die Wettkämpfe der Leichtathletikabteilung statt, sowie Fußballspiele und Schauturnen der Gauturnriege: Abends wird auf den Sälen Wille und Schocke getanzt. Dank der Festschrift bleibt letztendlich ein Überschuss in der Vereinskasse. Für das Sporthaus werden Tische bestellt, sowie ein Ofen, um im Winter trainieren zu können. Material für die Tischtennisabteilung und Matten für die Turnerinnen werden angeschafft.

 

Vorstand im Jubiläumsjahr:

 

Ehrenvorsitzender

 

Willi Keppler

1.Vorsitzender

Friedrich Herwig

2.Vorsitzender

Heinrich Bachmann

1. Kassierer

Wilhelm Nothdurft

2. Kassierer                                     

Heinrich Ehrhardt

1. Schriftführer

Wilhelm Hesse

2. Schriftführer                                   

Albert Hesse

Obmann für Turnen & Jugendleiter   

Heinrich Siegmann

Obmann für Fußball

Willi Bartling

Obmann für Tischtennis

Peter Sikora

Sportwart

Friedrich Nothdurft

Gerätewart

Friedrich Ropeter

Altersturnwart und Platzwart

Karl Schmidt

 

1961     Zu Beginn des Jahres werden drei Mitglieder für 25 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Der Verein nimmt an Veranstaltungen der Nachbarvereine zahlreich teil, aber auch bei Festen der ortsansässigen Vereine. Die Tische für das Sporthaus werden aufgestellt und eine Versammlung dort abgehalten. Zwei Gasheizstrahler werden installiert und sorgen für Wärme. Die Jugendfußballmannschaft fährt zu einem Freundschaftsspiel nach Bremen. Sportplatz und –haus werden Betriebssportgruppen gegen Entgeld zur Verfügung gestellt. Gedanken zur Erweiterung des Sporthauses scheitern vorerst an der finanziellen Lage des Vereins. Lediglich die Errichtung einer Terrasse wird beschlossen, damit dort bei schönem Wetter Tische und Stühle ausgestellt werden können. Die Arbeit soll in Eigenleistung erbracht werden.

 

1962     Der Verein wächst, man zählt jetzt 142 Mitglieder. Die Herrenfußballmannschaft erhält neue Trikots und eine Ballpumpe. Monatsversammlungen finden regelmäßig statt. Zeltlager auf der Stolle und Sylt werden den Jugendlichen angeboten, jedoch kaum genutzt. Ein durch Sportunfall verletzter Spieler wird zusätzlich vom Verein unterstützt, da er einen Verdienstausfall hatte. Fachwarte nehmen an Arbeitstagungen auf Kreis- und Bezirksebene teil. Im Herbst findet das 52. Stiftungsfest statt, nachdem man ein Jahr zuvor auf diese Feier aus Termingründen verzichtet hat (Die Freiw. Feuerwehr feierte ihr 60. Jähriges). Die Turner werden bei Gau- und Altersturnfesten noch einmal zahlreich und erfolgreich aktiv. Vereinsmeister Weitsprung und 100m Lauf: Jürgen Henze/Freihochsprung: Fritz Ahlborn. Eine Abkreidemaschine und Tore werden angeschafft.

 

1963     Zum Stiftungsfest im kleinen Rahmen findet der Wettkampf der Leichtathleten statt. Fußballspiele am Nachmittag, abends Tanzvergnügen. Am Himmelfahrtstag findet eine Wanderung zur Feuerwehrlaube (früher Sängerlaube) statt. Der langjährige Schriftführer und Herausgeber der Festschrift zum 50. Stiftungsfest W. Hesse ist verstorben.

 

1964     Neue Trikots für die Jugend- und die Schülermannschaft wird angeschafft. Die Monatsversammlung im Mai findet im Sporthaus statt, anschließend feiert man den Himmelfahrtstag. Leider ruht der Turnbetrieb, da sich kein Übungsleiter findet. Der Spielbetrieb der Tischtennisabteilung ist vorübergehend eingestellt worden, da im Sporthaus nur eine Tischtennisplatte aufgestellt werden kann und andere Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Die 1. Herrenfußballmannschaft steigt in die 1. Kreisklasse auf. Heinz Siegmann übernimmt das Training. Ein Kaffeenachmittag für die Mitglieder und Angehörige am Sportplatz findet großen Zuspruch. Der Vereinsbarren wird, da für den Turnbetrieb nicht mehr benötigt, den Schulkindern auf dem Schulhof zur Verfügung gestellt.

 

1965     Die Fußballabteilung erfährt weiter guten Zuspruch. Der Turnbetrieb kommt gänzlich zum erliegen. Eine Beitragserhöhung wird beschlossen, da die Vereinskasse durch Anschaffungen strapaziert wurde. Das Training der Fußballer im Winter findet in der Gerh.-Hauptmann-Schule auf dem Flugplatz (heute KGS-Industriegebiet) statt. Heinrich Ehrhardt stiftet einen Pokal für den Sportler des Jahres, der aber in einen Fairness-Pokal unbenannt wird. Eine 2. Herrenmannschaft wird gemeldet. Zum Spiel gegen Gladebeck treten die Spieler nicht an, da sie das Spiel der Ersten in Northeim schauen wollen.

Die 1. Mannschaft spielt in der Bezirksklasse, welches das Sportgeschehen im Verein wandelt. Im September findet das 55. Stiftungsfest statt.

 

1966     Für die 1. Herrenmannschaft gibt es einen neuen Trainer. Da der Turnbetrieb immer noch ruht, spielt die Jugend Fußball. Man meldet neben den drei Herrenmannschaften eine Jugend- und eine Schülermannschaft. Durch Kameradschaft und fleißiges Training können Erfolge erzielt werden. Eine Erweiterung der Duschanlage im Sporthaus wird erforderlich. Beim Stiftungsfest werden die Vereinsmeister in der Leichtathletik und im Tischtennis ermittelt. Durch Schiedsrichterbeleidigungen während der Fußballspiele wird die Vereinskasse strapaziert. Die Sportler veranstalten eine Silvesterfeier.

 

1967     Der Kreisfußballtag findet in Holtensen statt. Die Maulwürfe werden auf dem Sportplatz zur Plage. Im Winter ruht der Tischtennisspielbetrieb, da im Sporthaus nicht genug Platz ist. Neue Trikots werden beschafft. Der Sportplatz soll eine Einfriedung bekommen. Eigenleistung hierzu musserbracht werden. Einladungen zum Kinderturnfest und zum Gauturnfest müssen abgesagt werden, da der TSV Holtensen keine Turner mehr hat. Das Stiftungsfest im September findet erstmals mit einer Tombola statt. Nachmittags finden Fußballspiele statt, bei denen einige Jugendliche disziplinarisch bestraft werden, der Verein muss zahlen. Das Fußballtraining wird für die Wintermonate in die Halle gelegt. Am 2. Weihnachtsfeiertag trifft man sich im Vereinslokal W. Schocke zum traditionellen Frühschoppen.

 

1968     Zu Beginn des Jahres bedauert man das Fehlen der Jugendlichen bei Veranstaltungen. Auf der JHV wird FR. Herwig zum 20. Mal ! als 1. Vorsitzender wiedergewählt. Die Versammlung endet mit einem Essen und gemütlichem Beisammensein. Die Jugendmannschaft wird abgemeldet, einige Spieler gehen zu Nachbarvereinen.  Für den Sportplatz wird ein Rasenmäher angeschafft. Die Mitglieder fahren nach Heidelberg. Die Turnriege hat sich endgültig aufgelöst, ebenso die Leichtathletikabteilung. Auch bei der Fußballjugend schleppt sich der Spielbetrieb dahin. Nachdem der Trainer das schlecht besichte Training bemängelt, legt er sein Amt nieder. Heinz Siegmann übernimmt diese Amt. Wieder sucht man Wege, die Jugend am Sport, hier speziell für den Fußball, zu interessieren. Das Stiftungsfest wird schlecht besucht. Der 2, Weihnachtsfeiertag wird mit einem Frühschoppen begonnen.

 

1969     Im neuen Jahr kann man zwei Jugendmannschaften melden, diese können aber noch keinen Erfolg verbuchen. Auf der Generalversammlung wird der Vorschlag gemacht, den Frauen wieder die Möglichkeit zum Turnen zu geben. Mit einem Schnitzelessen beendet man diese Versammlung. Himmelfahrtswanderung und Kameradschaftsabend finden – traditionell – statt. Das Stiftungsfest fällt aus, da die Mitglieder eine größere Busfahrt planen. Es wird überlegt, eine Alt-Herren-Mannschaft aufzustellen.

 

1970     Auf der Jahrshauptversammlung im Januar versuchen die Frauen des Vereins erneut den TSV zu überzeugen, eine Turngruppe zu eröffnen. Bei genügend Teilnehmerinnen soll eine Übungsleiterin gestellt werden verspricht der 1. Vorsitzende. Im Februar stirbt das langjährige Ehrenmitglied und Mitbegründer des Vereins W. Keppler. Die 3. Herrenmannschaft wird zurückgezogen. Die Fußballer fahren nach Berlin. Im Juli findet das Stiftungsfest statt, jetzt mit Fußball-Pokaltunier am Nachmittag. Eine Festzeitschrift wird erstellt. Gesucht werden Schiedsrichter. Jeder Verein soll ausgebildete Herren stellen, sonst erfolgt Sperre. Eine Weiterbildung für Schiedsrichter wird angeboten.

 

1971     Die Erweiterung des Sporthauses wird beschlossen. Da die Monatsversammlungen immer recht dürftig besucht sind, finden jetzt die Versammlungen nur noch ¼ jährlich statt. Es wird überlegt, eine Spielgemeinschaft mit der A-Jugend Elliehausens einzugehen, um unsere Mannschaft vor personellen Problemen zu bewahren. Man kann je eine A/B/C-Jugend für den Spielbetrieb melden. Bei der Weihnachtsfeier der B- u. C-Jugend, nahm der 1 Vorsitzende und Bürgermeister Horst Henze teil. Es wurde ein Film über die Entstehung eines Fußballstadions gezeigt. Der Tabellenstand der Ersten ist schlecht Die Entscheidung fällt gegen den SC Rosdorf. Es sollen unbedingt Platzordner ausgerüstet werden, da ein hartes Spiel bevorsteht. Die 1. Herrenmannschaft kann das Verbleiben in der Bezirksklasse nicht halten, Abstieg in die Kreisklasse versucht aber einen Wiederaufstieg. Die Arbeiten am Anbau des Sporthauses beginnen im Juli. Innerhalb von 4 Wochen war der Rohbau in Eigenleistung fertiggestellt. Es wird Schwimmen in der Halle in Adelebsen angeboten.

 

1972     Auf der JHV wurden verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Die Arbeiten am Sporthaus gehen gut voran. Für die fehlenden Gelder wird ein Darlehn beantragt. Die Kosten belaufen sich, incl. Heizung und Bestuhlung auf 55400DM. Das Problem der Sporthausreinigung kann man nur kurzfristig lösen. Nach Fertigstellung des Sporthauses kann dieses zu Feiern genutzt werden. Hierfür werden Gebühren von 70-120 DM erhoben. Holtensen wird zur Stadt Göttingen eingemeindet. In diesem Zusammenhang wird dem TSV das Gelände des Sportplatzes übereignet, mit der Auflage, es für alle ortsansässigen Vereine zugänglich zu machen. Nach 1 ½ jähriger Bauzeit konnte das neue Sporthaus eingeweiht werden. Ernst Schocke, Alfred Scheele, Fritz Ahlborn und Heinz Siegmann, brachten es allein auf 480 Arbeitsstunden Stunden . Zusammen mit der 1971 gegründeten Alte Herrenmannschaft sorgten  sie dafür das die Sportler ein ordentliches Umfeld bekamen.

Um Kosten zu sparen findet die Einweihung ohne Frauen statt. Es werden Tische und für die Küche Schränke angeschafft. Jalousien werden für die Umkleidekabinen gefordert.

Zur JHV 73 soll wieder ein Schwein geschlachtet werden. K. Wille jun. soll zwei Schweinehälften besorgen und fertig machen.

 

1973     Der TSV hat 220 Mitglieder, 152 Männer, 22 Frauen, 46 Jugendliche und 9 Mitglieder sind z.Zt. bei der Bundeswehr. Die B-Jugend spielt mit Weende zusammen, da sie personell schwach besetzt ist. Eine E-Jugend-Mannschaft kann gemeldet werden. Die Mehrzweckhalle ist im Bau. Diese soll nach Fertigstellung für Sportzwecke genutzt werden. Der Vorschlag, einen Familienbeitrag einzuführen, wird geprüft. Der TSV wechselt, da der Ort jetzt zur Stadt gehört, vom Kreissportbund zum Stadtsportbund. Für die A-Jugend wird eine Spielgemeinschaft mit Elliehausen eingegangen. Die Jugendfußballer sind erfolgreich, die Herren belegen nur mittlere Plätze. Der Trainer der 1. Mannschaft soll 40DM/monatl. Und 36 DM Fqahrgeld im Jahr erhalten.

 

1974     Auf der JHV wird die Wiederaufnahme einer Damen-Turngruppe (Gymnastik), sowie einer Tischtennisabteilung einstimmig beschlossen. Zum 25. Mal wird Fr. Herwig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Für die Belegung der neuen Mehrzweckhalle wird ein Plan erstellt. Eine Übungsleiterin für die Damengymnastik wird mit den Übungsstunden beauftragt. 45- 50 Frauen treffen sich Mittwochs von 20.00-22.00 Uhr. Bald schon wird in 2 Gruppen Gymnastik betrieben. Der Verein verzeichnet viele Neuzugänge, vor allem Frauen (Anstieg auf 303 Mitglieder). Die Tischtennisabteilung beginnt in der MZH ihren Betrieb aufzunehmen, findet aber kaum Zuspruch. Die Fußballjugend A/B/C/D/E ist erfolgreich und stellt den Nachwuchs für die Herrenmannschaften.

Hallenordnung:…Die Benutzung eines Lederballes ist verboten, gegen die Benutzung eines Gummiballes, wenn er nicht höher als 1m gespielt wird, ist nichts einzuwenden.

 

1975     Die A-Jugend plant eine Fahrt nach Karise/Dänemark. der Sportplatz hat Bänke bekommen. Für die Freundschaftsspiele werden Wimpel angeschafft. Es werden vom Verein Beträge zu Weihnachtsgeiern der Jugend, Damen und Herren zur Verfügung gestellt.

 

1976     Erstmals findet die Jahreshauptversammlung in der MZH statt. Ehrungen der verdienten Mitglieder für 25 bzw. 50 jährige Mitgliedschaft werden durchgeführt. Die Fachwartin der Damengymnastik beklagt, dass nach anfänglich guten Zuspruch jetzt nur noch eine Gymnastikgruppe belegt ist und bittet um mehr Beteiligung. Ein Kameradschaftsabend findet statt. Für Geburtstage, Hochzeiten und Silberhochzeiten wird ein Betrag für Geschenke festgelegt. Die Herrenmannschaft sucht einen neuen Trainer, der bisherige wird mit einer Ehrennadel verabschiedet. Die A-Jugend macht eine Rheinfahrt. Die 1. Sportwoche, von den Fußballmannschaften organisiert, findet statt.

Karl-Heinz Mecke löst  Alfred Bonenberger als Trainer ab, vor ihm war Heinz Kohle Trainer der Fußballer.

 

1977     In dem Vorstand gibt es jetzt den Posten eines Geschäftsführers (Wolfgang Bachmann), um den 1. Vorsitzenden die Verwaltungsarbeit in dem inzwischen auf über 300 Mitglieder angewachsenen Verein zu erleichtern. In der JHV wird beschlossen, dass Mitglieder die das 70 Lebensjahr erreicht haben und über 50 Jahre dem Verein angehören, zum Ehrenmitglied ernannt werden.

Die Tischtennissparte findet etwas mehr Zuspruch, sie meldet eine 2. Mannschaft. Ein Aufwärtstrend der sportlichen Tätigkeiten im Verein zeichnet sich ab. Die Damengymnastikabteilung wird im Turnerbund aufgenommen, ein neuer Platzwart für den Sportplatz gefunden. Eine Kinderturngruppe wird eingerichtet, somit kommt noch mehr Nachwuchs in den Verein.

 

1978     Am 01.01.78 stirbt unerwartet der langjährige 1. Vorsitzende Friedrich Herwig. Er hat dieses Amt seit 1948 bekleidet. Sein Nachfolger wird der          2. Vorsitzende, Heinz Siegmann. Der Verein hat 428 Mitglieder.

Der Sportplatz erhält in Zusammenarbeit mit dem Ponyverein, eine Drainage.

Im Sporthaus wird renoviert, ein Pokalschrank und eine Theke werden eingebaut.

Die Fußballabteilungen verbuchen gute Erfolge, ebenso die Tischtennisabteilung, die inzwischen eine Damenmannschaft hat. Eine Satzungsänderung, die sich der neuen Zeit anpasst, wird einstimmig beschlossen. Das Sporthaus wird renoviert, ein Pokalschrank und eine Theke eingebaut. Die Trikots sollen von den Spielerfrauen gewaschen werden. Die C-Jugend fährt mit Elliehausen zusammen nach Oslo und erhält hierfür einen Zuschuss. Eine Busfahrt für alle Mitglieder ist geplant. Das Schwimmen in der Halle in Adelebsen erfährt kaum noch Zuspruch.

Der 1. Herrenfußballmannschaft gelingt der Aufstieg in die Bezirksklasse. Die Übungsstunden der Damengymnastikgruppe ist gut besucht, legt aber im Sommer eine 3 monatige Pause ein. Die Zusammenarbeit mit der Presse wird bemängelt. Für die Tischtennisabteilung wird ein Übungsleiter gesucht, in der Hoffnung auf mehr Erfolg.

 

1979     Um die Arbeit der Kassierer zu erleichtern, gibt der Verein Einzugsermächtigungen aus, um künftig halbjährlich die Beiträge abbuchen zu können. Am Ende der Generalversammlung gibt es erstmals ein Schlachte-Essen für die anwesenden Mitglieder. Die JSG Elliehausen/Holtensen bewährt sich und kann 8 Mannschaften melden. Die Alt-Herren-Mannschaft legt ihre Spiele fest und plant eine Ausfahrt, wie bereits auch im letzten Jahr. Sie nimmt oft an Pokalspielen teil. Die Beiträge werden erhöht, um einen entsprechenden Zuschuss vom SSB zu bekommen. Ein Tennisclub bildet sich und bittet um Aufnahme in den Verein. Diese Abteilung soll sich durch Erhebung eines Sonderbeitrages selbst tragen. Der Bau von 3 Tennisplätzen wird durchgeführt, da die Finanzierung möglich ist. Im September werden die Plätze eingeweiht und der Spielbetrieb aufgenommen. Die Tischtennisabteilung kann ihren ersten Kreismeister ermitteln, sucht aber einen neuen Trainer. Viele Jugendliche spielen jetzt in dieser Sparte. Beim Fußball findet ein Trainerwechsel statt, daher sind die Herren nicht besonders erfolgreich. Die Gymnastikabteilung ist gut besucht. Die Kinder sind, da genug vorhanden, in altersgerechte Gruppen aufgeteilt. Im Herbst findet eine Ausfahrt für alle Mitglieder in den Harz statt.

 

1980     Eine Satzungsänderung durch die Aufnahme des Tennisclubs in den Verein wird einstimmig angenommen. Viele neue Mitglieder bitten um Aufnahme. Die Tennisabteilung muss ein Aufnahmestopp verhängen, da die Kapazitäten ausgeschöpft sind. Der TSV feiert sein 70 jähriges Bestehen. Eine Ausfahrt für alle Mitglieder findet statt. Die Jugendfußballer sind erfolgreich und haben – Dank der JSG – in den 5 Mannschaften guten Zulauf. Die A + B-Jugend fliegt nach Brasilien, die jüngeren fahren nach Dänemark. Die 1. Herrenmannschaft gewinnt die Kreismeisterschaft, erhält das begehrte Niedersachsenroß und spielt wieder in der Bezirksklasse, der Trainer ist Dieter Dösselmann. die 2. Mannschaft schafft den Aufstieg in die 1. Kreisklasse, die 3. Mannschaft erreicht einen mittleren Tabellenplatz. Die Meisterschaftsfeiern finden in der MZH statt. Die AH-Mannschaft nimmt an Pokalspielen teil. Bei der Tischtennisabteilung ist die große Beteiligung in der Jugendabteilung erfreulich. Die Tennissparte such einen Platzwart, hat 2 Trainer verpflichtet. Der Sportplatz ist durch die Benutzung der vielen Mannschaften renovierungsbedürftig. Die Flutlichtanlage und der Rasenmäher werden erneuert. Im Sporthaus wird die Heizung ersetzt, großer Schaden entsteht durch einen Einbruch.

 

Der Vorstand im Jubiläumsjahr:

 

1. Vorsitzender

 

 

 

Heinz Siegmann

2. Vorsitzender

Albert Ahlborn

Geschäftsführer

Wolfgang Bachmann

1. Kassierer

Fritz Ahlborn

2. Kassierer

Heinrich Ehrhardt

Schriftführer

Rita Lüders

Jugendobmann

Berthold Fromm

Spielausschussobmann

Karl-Heinz Fromm

Spielausschussobmann-Stellvertreter

Dieter Fischer

Beisitzer

Helmut Gasper

Josef Helbling

Dieter Dösselmann

Ulrich Nüsse

Platzwart

Reinhold Wisotzki

Frauenwart

Ute Fromm, Gisela Fischer

Tischtennis

Reiner Brückner

Richard Friedrichs

Tennis

Günther Klein

Gerd Baruschke

 

 

1981     Der TSV ist ausführender Verein beim Aufbau des Osterfeuers. Bei den Fußballern gibt es einen Trainerwechsel (Michael Wenke), diese Sparte schlägt sich mit beachtlichen Erfolgen. Der Jugendfußball läuft zufriedenstellend, es werden 6 Jungen- und 2 Mädchenmannschaften gemeldet. In der Gymnastiksparte bildet sich eine Jazztanzgruppe. Die Tennisabteilung spielt mit 2 Herren- und 1 Damenmannschaft. Die Tennisabteilung will durch Turniere talentierte Spieler finden, die am Punktespielbetrieb teilnehmen. Da der Verein sehr groß geworden ist, werden für die einzelnen Sparten Spartenleiter (Ansprechpartner) gewählt. Für die Schriftführerin wird eine Schreibmaschine für 50DM angeschafft, da viele Schreibarbeiten anfallen. Für die Tischtennisabteilung wird ein Trainer gesucht, der Spielbetrieb der Herren nimmt zu. Großen Anklang findet die Mitgliederausfahrt. Im Dezember findet für alle aktiven Mitglieder eine Weihnachtsfeier statt

           

1982    Die Beiträge werden erhöht. Die 1. Fußballmannschaft hat durch Verletzungen mehrerer Spieler Startschwierigkeiten, kann noch nicht an die Erfolge alter Zeiten anknüpfen. Alle anderen Fußballmannschaften belegen gute Plätze. „Nachwuchs“ wünscht sich die AH-Mannschaft, sie berichtet über wechselnde Erfolge. Im Vordergrund steht bei dieser Mannschaft die Geselligkeit. Aufgelöst wird beim Tischtennis die Damenmannschaft, da sich keine Spielerinnen mehr finden. Man spielt jetzt mit 2 Herren- und einer Schülermannschaft. Die Gymnastikabteilung bemüht sich, die Jüngsten im ORT für den Verein zu motivieren. Sie veranstaltet einen „Spiel-Mit-Nachmittag“ mit einem anschließenden gemütlichen Beisammensein für die Kinder im Sporthaus. Die Übungsstunden dieser Abteilung sind gut besucht. Wanderungen werden als Ausgleich unternommen, und mit Begeisterung- wie seit vielen Jahren- an der Kirmes teilgenommen. Die Jazztanzgruppe wird das Aushängeschild zum Vorzeigen für den TSV neben dem Fußball. Bei der Sportwoche zeigt diese Abteilung ihr Können, ebenso wie bei Vorführungen im Turnkreis. Gegen Nachbarvereine spielt die Tennisabteilung, trägt ein vereinsinternes Turnier aus, um Spieler für den Punktspielbetrieb melden zu können. Das Sporthaus wird erweitert, da die Tennisabteilung einen Umkleide- und Duschraum benötigt. Der Vorstand entschloss sich zu einer weiteren Erweiterung des Sporthauses um 2 Umkleideräume, sowie Duschen und Toiletten. Am 2.10.1981 wurde mit dem Rohbau begonnen. Durch sparsamste Führung und durch die Unterstützung des Ortsrates konnte dieser Anbau ohne Aufnahme von Fremdmitteln finanziert werden.  Die AH-Mannschaft beteiligt sich rege an diesem Erweiterungsbau. Im Mai 1982 wurde die Einweihung gefeiert, wobei der Vorstand alle Beteiligten zur Einweihungsfeier einlud. Hier sei noch mal der Alten Herrenmannschaft, den Maurern Bernd Sue und Heinz Friedrichs sowie dem gesamten Vorstand, die den Löwenanteil der Arbeit in Eigenleistung verrichteten, besonders gedankt.

             Der langjährige 2. Kassierer Heinrich Ehrhardt ist verstorben. Die Vereinskasse wird durch viele nicht geplante Ausgaben -neue Heizung usw.- stark in Anspruch genommen.

             Eine Vereinsfahrt im Juni, im August eine Sportwoche, für die Kinder ein „Spiel-Mit-Nachmittag“, die Aktivitäten der einzelnen Sparten, oft aus privater Initiative entstanden, zeigt, dass der Verein wieder Kameradschaft und Sportgeist vereinigt.

 

             1983     Die Teilnahme der Sparten am Kirmesumzug beginnt zu einem Wettbewerb um die beste Kostümierung zu werden. Für den Sportplatz wird eine Garage als Abstellraum für Geräte angeschafft. Die Küche im Sporthaus wird mit neuem Geschirr ausgestattet. Die Mädchenfußballmannschaft wird Herbstmeister, die 1. Herrenmannschaft steigt aus der Bezirksklasse ab. Viele Aktive nehmen an der Weihnachtsfeier in der MZH teil. Für die einzelnen Sparten werden gesonderte Feiern veranstaltet. Die Ehrenmitglieder unterstützen den Verein weiterhin durch gelegentliche Geldspenden. Der Vorstand beschließt eine Erweiterung der Tennisplätze um einen Übungsplatz.

 

            1984     Nach der Einweihung des Erweiterungsbaus wird das Sporthaus mit einer Zentralschließanlage versehen. Für die Materialien der Tischtennis- und Gymnastikabteilung wird im Nebenraum der MZH ein Schrank aufgestellt. Die Fußballherren verzeichnen Erfolge, die Fußballdamen spielen um die Niedersachsenmeisterschaft! Gute Plätze belegen auch die Jugendfußballer. Die Tischtennisabteilung kann 2 Herren-,1Jugend- und 1 Schülermannschaft melden, muss aber z. Zt. auf intensives Training verzichten, da die MZH umgebaut wird. Die Tennissparte hat für den Punktspielbetrieb 1 Herren- und 1 Jugendmannschaft gemeldet. Die Winterpause wird mit Gymnastik in der MZH überbrückt. Nach Altergruppen üben jetzt in der Gymnastiksparte die Damen, sowie 4 Kindergruppen. Die Beteiligung in den einzelnen Gruppen ist weiterhin gut. Schwimmen in Adelebsen wird noch angeboten, die Beteiligung ist hier wechselnd.

 

            1985     Die 1. Herrenmannschaft bekommt einen neuen Trainer, Erfolge stellen sich ein. Die Gymnastikgruppen suchen eine neue Übungsleiterin, da die bisherige nach einem Unfall für lange Zeit ausfällt. Guten Zulauf der Jugend findet die Tennissparte, bei den Punktspielen zeigen sich Erfolge. Der Kommersabend aus Anlass des 75 jährigen Bestehens des Vereins ist sehr gut besucht. Erfolgreich war das Erscheinen der Festschrift, die auch zu einem finanziellen Erfolg wurde. Da Anschaffungen getätigt, der Sportplatz überholt und das Sporthaus zum Fest renoviert wurde, ist die Vereinskasse zusammengeschmolzen. Auf sportlicher Ebene sind weiterhin erfreuliche Ergebnisse der einzelnen Sparten zu verzeichnen: Die Fußballjugend einschließlich Mädchen belegen gute Plätze. Die Damenmannschaft (aus den Mädchenmannschaften hervorgegangen) muss sich ihren Platz erst erspielen. Tischtennis- und Tennissparte können ihre Vereinsmeister küren. Die Gymnastiksparte besteht inzwischen aus 7 gut besuchten Gruppen. Das Sporthaus erhält an der Südseite das Vereinsemblem.

 

            1986    Das Sporthaus bekommt einen Telefonanschluss und den schmiedeeisernen Schriftzug „TSV Holtensen“. Eine neue Bank wird am Sportplatz aufgestellt. Die Pacht und die Überholung der Tennisplätze, sowie die Reparatur des Rasenmähers verschlingen einen großen Teil der Vereinskasse. Die Fußballmädchen bekommen neue Trikots, die Gymnastikdamen Anzüge. Die geplante Vereinsfahrt fällt wegen Terminschwierigkeiten aus. Die Schwimmhalle in Adelebsen wird wegen mangelnder Beteiligung nicht mehr angemietet. Wenn die Beteiligung weiterhin so gut bleibt, plant man für die Tischtennissparte eine 2. Schülermannschaft und für die Tennissparte eine Jugendmannschaft zu melden. Die Jazztanz- und Gymnastiksparte bereitet sich auf das Deutsche Turnfest in Berlin vor. Somit kann der TSV nach vielen Jahren eine Gruppe zum Turnfest melden. Die Jazztanzgruppe präsentiert ihr Können bei Veranstaltungen örtlicher Vereine. Für die Kinder der Gymnastikabteilung finden Faschingsfeiern und Wanderungen statt. 5 Schiedsrichter, stets Mangelware in den Vereinen, konnte der TSV ausbilden lassen. Die Tischtennissparte veranstaltet einen „Tischtennis für Jedermann“ Nachmittag. Trotz der vielen Ausgaben, bleibt Ende des Jahres in der strapazierten Vereinskasse ein minimaler Überschuss.

 

            1987    Der TSV nimmt an der Einweihung der Grillhütte (Feuerwehrlaube) teil. Die 3. Herrenfußballmannschaft fährt zu einem Pokalturnier nach Spanien. Der Leiter der Tennisabteilung tritt zurück, sein Nachfolger versucht, neuen Schwung in diese Sparte zu bringen. Die Damen der Jazztanz- und Gymnastiksparte fahren nach Berlin zum Deutschen Turnfest. Die Gymnastiksparte zeichnet 4 Damen mit dem erturnten Gymnastikabzeichen aus. Am Kirmesumzug nehmen viele Sparten wieder kostümiert teil. Auf dem Sportplatz werden 5 neue Bänke aufgestellt. Sie 1. Herrenfußballmannschaft schafft den Aufstieg in die Bezirksklasse, alle anderen Mannschaften belegen gute Plätze. Die Sportwoche erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Tischtennisabteilung zieht mangels Beteiligung eine Schülermannschaft zurück. Alle anderen Mannschaften spielen mit wechselnden Erfolgen. In der Tennissparte spielen derzeit 3 Herrenmannschaften, eine Damen- und eine Jugendmannschaft.

 

            1988     Für das Sporthaus wird eine neue Musikanlage angeschafft, die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz wird überholt. Neben dem Sportplatz entsteht ein Bolzplatz für die Jugendlichen, der Sportplatz wird hierdurch erheblich entlastet. Die Fußballdamen werden Meister und steigen in die Bezirksliga auf. Die 1. Herrenmannschaft steht im vorderen Tabellendrittel, die anderen 2 Mannschaften im Mittelfeld, jeweils in ihrer Klasse. Die AH-Mannschaft spielt mit Erfolg, macht einige Ausfahrten. Die Jugendmannschaften spielen mit befriedigenden Erfolgen. Die Tennisplätze schlucken durch eine Generalüberholung einen Teil der Vereinskasse. Beim Tischtennis wird die Jugendmannschaft Kreismeister, alle anderen Mannschaften landen im unteren Tabellendrittel. Die Jazztanzgruppe richtet für Jugendliche eine Extrastunde ein, die Seniorengymnastik ist gut besucht. Auf der Sportwoche spielt die Tennissparte gegen den Ortsrat. Die Damenmannschaft erhält Besuch aus Albuquerque/USA. Für geleistete Jugendarbeit -Bereich Mädchenfußball (JSG)- wird der Verein mit dem Sepp-Herberg-Preis ausgezeichnet. Die Tischtennissparte kürt ihre Vereinsmeister. Eine Jungseniorengruppe spielt in der Tennissparte. Die Vereinsfahne wird restauriert. Wieder nehmen viele Sparten am Kirmesumzug teil.

 

            1989    Die Damen- und älteren Mädchenfußballerinnen fliegen zum Gegenbesuch in die USA. Der Sportplatz erhält einen neuen Rasen, der Clubraum im Sporthaus wird renoviert. Eine neue Bestuhlung, neue Beleuchtung und eine neue Küche werden angeschafft. Die 1. Herrenfußballmannschaft hofft auf die Meisterschaft. Die 2. und 3. Mannschaft können ihre Ziele nicht erreichen. Die D-Jugendmannschaft muss abgemeldet werden. Die Gymnastikgruppen sind nach wie vor gut besucht. Schwerpunkt sind die Kinder. Für sie wird eine Busfahrt zur Sandkuhle Delliehausen organisiert. Die Tennisabteilung feiert ihr 10 jähriges Bestehen mit einer Fahrt ins Blaue. Die Tischtennisabteilung ermittelt einen Vereinsmeister, im Punktspielbetrieb belegen die Mannschaften vordere Plätze. Auf der Sportwoche wird zum ersten Mal „Spiel ohne Grenzen“ veranstaltet. Es nehmen viele ortsansässige Vereine teil. Die Seniorengymnastik zeigt Tänze und erhält neben einem Präsent viel Applaus. Der Obmann der AH-Mannschaft K.H. Fromm verstirb im Alter von 45 Jahren nach einem Unfall. Gemeinsam mit dem Ortsrat wird neben dem Sportplatz ein Bolzplatz angelegt. Nach langem Überlegen bringt ein Redaktionsteam aus Mitgliedern des Vorstandes erstmals in der Geschichte des Vereins eine Vereinszeitung heraus. Sie erscheint 1989 zwei Mal und wird von den Mitgliedern begeistert angenommen. Der Spartenleiter der Tennisabteilung legt sein Amt nach Differenzen mit dem geschäftsführenden Vorstand im November nieder. Das 80 jährige Jubiläum wird vorbereitet. Es soll mit einer „Rot-Weißen“ Ballnacht begangen werden

 

            1990    Der Verein zählt im Jubiläumsjahr 665 Mitglieder und liegt beim Stadtsportbund an 11. Stelle von 81 Vereinen. Auf der JHV werden die Posten des Geschäftsführers (Christian Liske)und des 2. Vorsitzenden(Jürgen Grimm) neu besetzt. Zusätzlich wird der Posten eines Pressewartes in den geschäftsführenden Vorstand aufgenommen. Am Sportplatz werden mehrere Birken gefällt. Für eine Wandersparte melden sich viele Interessenten. Eine 1. Lösung für die Probleme der Tennisabteilung wird gefunden, diese Sparte ist ohne Spartenleitung. Der Vorstand übernimmt vorerst diese Aufgaben mit.

             Am 11.10. wurde ein neuer Spartenvorstand Tennis gewählt. Spartenleiter ist Dieter Ahlborn, Vertreter  Horst Paff  außerdem wurden Dirk Jung, Oliver Kaib und Jan Künzel gewählt. Die 2.Herren sind Meister der 1. Kreisklasse.  Die 1. Mannschaft mußte sich nach der Herbstmeisterschaft mit dem zweiten Platz hinter Elliehausen begnügen. Die Tischtennissparte besteht aus 2 Herren- sowie einer Jugendmannschaft. Die Jazztanzgruppe nahm am deutschen Turnfest in Dortmund  teil und belegte hier den fünften Platz. Die Wandergruppe wird von den Mitgliedern sehr gut angenommen. An den Wanderungen nahmen insgesamt ca. 100 Mitglieder teil. Das 80 jährige Vereinsjubiläum mit der Rot-Weißen Ballnacht und dem Frühstück wurde sehr gut besucht. Der erwirtschaftete Gewinn der Sportwoche wurde für die Anschaffung eines Computers verwendet. Damit soll die Vereinsverwaltung effizienter gestaltet werden. Durch einen Sturm sind am Sporthaus Schäden von ca. 2500DM entstanden.

 

1991    Die Benutzungsgebühr für das Sporthaus wird für Mitglieder auf 100DM und für Nichtmitglieder auf 150DM festgelegt.

Jugendleiter Karl Reiter berichtet über eine rege Jugendarbeit in der Jugendspielgemeinschaft mit Elliehausen. Die 1. Herren haben den Aufstieg im zweiten Anlauf in die Bezirksliga geschafft. In der Sportwoche fand zum ersten Mal ein hochklassig besetztes Fußballturnier statt. Sehr positiv gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem jungen Tennisvorstand. Die Tennisabteilung schafft eine Motorwalze an. Trotzdem gestaltet sich die finanzielle Lage gut. Die alte Flutlichtanlage wurde erneuert und der alte Rasenmäher mußte ersetzt werden was die Hauptvereinskasse erheblich belastete. 

 

1992   52 Neuaufnahmen werden von den 203 anwesenden Mitgliedern bei der JHV bestätigt. Gute Beziehungen von Dieter Denecke führten dazu, dass die Wasserwerke den ehem. Gemeindebrunnen hinter der A7, dem Verein zum beregnen der Sportplätze überließ. Eine Pumpe, Schaltanlage und die Verteilung wurde eingebaut und Rasensprenger angeschafft. Gleichzeitig wurde der Sportplatz rechtwinkelig eingemessen und in nördl. Richtung um  6m verlängert. Erdkabel und Wasserleitungen wurden durch Mitglieder des TSV am Sportplatz verlegt sodass zukünftig unabhängig von den Wasserpreisen gesprengt werden kann. Bei allen Arbeiten müssen besonders Dieter Denecke, Ernst Schocke, Heinz Siegmann und Alfons Winkler erwähnt werden. Ein Laub- und Grasaufnehmer für 5000DM sowie drei Rasensprenger wurden angeschaft . Für diese vielen finanziellen Aufwendungen gewährte der Sportausschuss Göttingen durch den Einfluss von Karl Wille, eine Zuschuss von 4000DM.

Die 3. Herrenmannschaft wird vom Spielbetrieb mangels Spieler zurück gezogen. Die Damenmannschaft fliegt nach der Saison nach Florida.

Wolfgang Sue tritt nach zehn Jahren Spielausschussobmann zurück. Auch  Inge Fischer kandidiert nicht mehr und hinterlässt eine sehr gut funktionierende Gymnastikabteilung mit Senioren-gruppe, Montags- Mittwochsgymnastik, Jazztanz und Kinderturngruppen.

Die Tischtennismannschaft steigt in die Kreisliga auf.  Rainer Brückner tritt als Spartenleiter nach 16 Jahren zurück.

 

1993   Für die Sporthausbenutzung wurde ein Benutzervertrag erstellt und die Gebühr auf 125DM bzw. für Nichtmitglieder auf 175DM erhöht. Berthold Fromm gibt bekannt, dass im Jugendfußball ein Mitgliederrückgang insbesondere im Bereich der 14-18 jährigen festgestellt wird. Ganz anders in den unteren Jahrgängen. Es wird eine „Pampasmannschaft“ ab dem 5. Lebensjahr, eingeführt. Die 2. Herrenmannschaft muß regelmäßig durch AH-Spieler aufgefüllt werden. Die Damenmannschaft spielt in der Bezirksliga eine gute Rolle. Die Jazztanzgruppe tritt bei der Turngala in der Godehardhalle auf. Erstmals wird Jazztanz für Kinder ab 10 Jahren angeboten. Für eine zweite Garage wurden die Fundamente gegossen und ein Kinderspielplatz wurde zwischen Tennis- und Sportplatz angelegt. Der Sportplatz erhielt eine neue Umrandung aus Aluminumrohren und zwei Direktanschlüsse vom Brunnen zum Sportplatz wurden erstellt. Aus dem Gewinn der Sportwoche wurden 1100DM dem Behindertenverein „INTEGRA“ gespendet.

 

1994  Der neue Jugendplatz wurde realisiert. Ca. 30000DM wurden in Eigenleistung erbracht. Die neue Umrandung wurde fast vollständig mit Aluminiumwerbetafeln behängt. Dieter Denecke hat mit viel Verhandlungsgeschick die erforderlichen Sponsoren gewonnen.

Die 1. Mannschaft wird Bezirksligameister und steigt in die Landesliga Braunschweig auf. Thomas Meyer schießt 22- u. Marek Kulka 21Tore.

Auch die 1.Tischtennismannschaft feiert einen Aufstieg in die Bezirksklasse.

Die Tennisplätze mussten für 60000DM überarbeitet werden. Jedes Tennismitglied zahlte einen Zusatzbeitrag von 100DM. Die Jazztanzgruppe nimmt am deutschen Turnfest in Hamburg teil. Die Montagsgymnastikgruppe besteht 10 Jahre.

           

1995  In den Verein werden 87 neue Mitglieder aufgenommen, somit steigt die Mitgliederzahl auf 742. Jugendleiter B. Fromm teilt mit, dass im Jugendbereich qualifizierte Trainer fehlen. Außerdem beklagt er das Abwerben der großen Vereine, im C-, B und A Jugendbereich. Die JSG besteht aus 8 Jungen und 3 Mädchenmannschaften.

Die Landesligamannschaft schafft den vielumjubelten Klassenerhalt. Neuer Trainerwechsel: Für Ulli Lüdecke kommt Wilfried Rusteberg. Krönender Abschluss der 1. Und 2. Damen ist die Fahrt nach USA Kalifornien.

Der neue Jugendplatz wird am 24.6.95 eingeweiht. Die Sportanlage erhielt für 17500DM eine Umzäunung.  Die Sportwoche war wieder ein voller Erfolg bei tollen Wetter waren die Stände hoffnungslos belagert. Das Ehepaar Meiners beendet nach 11 Jahren und guter Zusammenarbeit die Bewirtung im Sporthaus. Neuer Vereinswirt wird Fam. Schneider.

Die Mitgliederzahlen der Tennissparte gingen zurück. Die 1. Herren schaffen im dritten Anlauf den Aufstieg in die Bezirksliga. Erstmals wird bei der Sportwoche ein Tennisdoppel-Turnier für Jedermann ausgetragen. Die 1.

Tischtennismannschaft wird wieder Meister in der Bezirksklasse2.

 

1996   Alle Jugendmannschaften belegen gute Plätze, sie können gut mit den Göttinger Vereinen mithalten. Die 2.Mannschaft scheitert nur knapp mit drei Punkten am Aufstieg in die Kreisliga. Die B-Mädchen tun es den Damen gleich und fliegen in die USA. Die Tennis-Herren können sich nach dem Aufstieg gut in der Bezirksliga halten. Leider geht die Mitgliederzahl auf unter 90 zurück. Mangelndes Interesse der Jugendlichen vereitelt eine SG mit Elliehausen.

Die Wandergruppe erfreut sich großer Beliebtheit. Insgesamt wurden 2500km zurückgelegt. Erstmals wird vom TSV ein Tanzkurs für Standard und Latein-Amerikanische Tänze angeboten. Beim Spiel-Mit Nachmittag konnten über 100 Kinder gezählt werden. Leider ist die Teilnahme an den Kinderturnangeboten sehr schwankend. Ein Förderverein und eine Werbe Gbr wurde gegründet um den Verein zu entlasten und den Fußball zu fördern.

 

1997  Die JHV beginnt auf Anregung der Mitglieder, um 19.00Uhr. Andreas Sue wird neuer Geschäftsführer außerdem wird mit Joachim Nothdurft erstmals ein 3. Vorsitzender gewählt. Die Sportförderrichtlinien der Stadt Göttingen werden verändert. Zukünftig sollen Vereinseigene Sportanlagen besser gefördert werden. Die Vereinsbeiträge werden um 2DM angehoben. Die Rot-Weiße Ballnacht wurde sehr schlecht besucht, sodass sie 1998 ausfallen wird. Viele ehrenamtliche Helfer haben ca. 240m² Rasensoden und  130m² Pflastersteine verlegt. Außerdem wurden die Ballfänge aufgestellt und zum krönenden Abschluss eine Grillhütte gebaut. Hier sind vor allen Heinz Siegmann und Dirk Siegmann zusammen mit dem Zimmermann Helmuth Jakobi zu erwähnen, die die umfangreichen Zimmerarbeiten in vielen Arbeitsstunden erbrachten.

In den Altersklassen 5-8Jahre des Jugendfußballs gibt es einen enormen Zuwachs. Berthold Fromm tritt zurück, neuer Jugendleiter wird Markus Busch.

Die AH-Mannschaft wurde zum ersten Mal Hallenkreismeister und belohnte sich mit einem „Ausflug“ nach Mallorca. Die 2. wird Meister der 1.Kreisklasse und die 1. Damen gewann eindrucksvoll die Meisterschaft in der Bezirksliga.

Die  1. Herren gehört mit dem 4. Platz in der Landesliga zu den Spitzenteams.

Die Tennissparte wird 20 Jahre alt und Vereinsmeister wird Jan Künzel.

An den verschiedenen Angeboten der Kinderturnsparte nehmen ca. 45 Kinder teil. Der große Renner sind die Kinderkleidermärkte, die in der MZH stattfinden.

 

1998  Beide Damenmannschaften werden in ihren Klassen Meister, verzichten aber aus sportlicher und finanzieller Sicht auf den Aufstieg. Stattdessen flogen die Damen mal wieder in die USA nach Housten/Texas. Höhepunkt des Sportjahres und gleichzeitig größter Erfolg in der Vereinsgeschichte, war die gewonnene Meisterschaft unserer 1. Mannschaft in der Landesliga und den Aufstieg in die Niedersachsenliga. Nach drei Jahren in der Landesliga machten die Männer um Trainer Winfried Rusteberg den Aufstieg mit 7 Punkten Vorsprung perfekt. Torschützenkönig war Thorsten Zufall mit 22 Toren. Durch wirkungsvolle Neuverpflichtungen, hat die Mannschaft auch in der Niedersachsenliga zum Jahresende einen beachtlichen 6. Tabellenplatz erreicht. Die 2.Mannschaft schafft mit neuem Trainer (Reinhard Behnecke)den Klassenerhalt in der Kreisliga und die AH richtet mit viel Erfolg, zum ersten Mal ein Kleinfeldturnier aus. Die Tischtennisabteilung schrumpft auf sechs Aktive Spieler. Die Teilnehmerzahlen bei den Gymnastikangeboten sind stark schwankend. Die Sportwoche war wegen des schlechten Wetters ein Totalausfall. Lediglich an zwei Tagen konnte das Programm stattfinden.

 

1999    Die Ehrenmitglieder spenden 900DM. Über 300Kinder, Jugendliche, Damen und Herren sind aktive Fußballer im Verein. Die A-Jugend spielt beim MC Donald Cup gegen Borussia Mönchengladbach, Tennis B. Berlin und Bröndby Kopenhagen. Die Damenmannschaften stellen im Bezirk die Spitzenteams. Die Erste läßt mit einem 4. Platz und als fairste Mannschaft der Liga aufhorchen.  Jürgen Wille lud zum Trainingslager nach Bad Frankenhausen ein. Testspiele bestreitet man gegen Göttingen 05 und SVG.

Die Tennissparte hat noch 70 Mitglieder. Die Kinder und Trainingsstunden werden wieder angeboten. Unsere Wandergruppe feiert das 10jährige Bestehen. Zum 700jährigen Bestehen Holtensens, wurde der Kirmesumzug wie in jedem Jahr, sehr stark von den Mitgliedern des TSV geprägt. Wieder einmal wurde in das Sporthaus eingebrochen. Neue Innen- u. Außentüren und Fenstergitter mussten eingebaut werden. Die 16m Räume wurden erneuert und die Ansaugrohre im Pumpenhaus wurden ausgewechselt. 

 

2000   Der erste Vorsitzende Heinz Siegmann tritt nach 37 Jahren ehrenamtliche und aktive Vorstandsarbeit zurück. 8Jahre  Fußballobmann, 7Jahre  2. Vorsitzender und 22 Jahre als 1. Vorsitzender hat er die Geschicke des Vereins gelenkt und maßgeblich mitbestimmt. Für sein hohes Maß an Engagement, Einsatzbereitschaft und Entschlossenheit und für seine besonderen Verdienste um den TSV Holtensen, wird er einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Zum neuen 1. Vorsitzender wird J. Grimm gewählt.

In einer Umbauaktion wurde der Umkleidetrakt im Sporthaus neu gestaltet und renoviert. Die neu gegründete Rentnereingreiftruppe (RET) mit Dieter Denecke, Jupp Helbling, Alfred Scheele, Bernd Sue und Heinz Siegmann wollen den Verein weiterhin bei Umbaumaßnahmen und Instandhaltung unterstützen. Im Juli und November wurde wieder eingebrochen. Entwendete Gegenstände und vor allen der große Sachschaden beläuft sich auf 10000DM.

Über 130 Kinder nehmen am Spiel-Mit Nachmittag teil. Dem Elternhaus krebskranker Kinder werden aus dem Erlös 500DM gespendet.

Die 2. Mannschaft muss massiv mit Spielern der AH aufgefüllt werden und sollen so den Abstieg verhindern. Die 1. Mannschaft gewann den Bezirkspokal und gewann alle großen Göttinger Hallenturniere (Adelebsen, Godehardhalle, Bovenden).

In der Niedersachsenliga musste durch Neustrukturierung der Liga der 11. Platz erreicht werden. Zum Ende wurde es nur der 13.Platz, das bedeutete Abstieg in die Landesliga. Erhebliche Abgänge, inclusive Trainer mussten ersetzt werden. Neuer Trainer und Co Trainer, sowie 14 neue Spieler wurden verpflichtet. Die Tennishütte wurde mit Geld- u. Sachspenden und durch freiwillige Arbeitsstunden fertig gestellt. 11 Jugendspieler werden von Frank Wißler trainiert. Die Herren -40 steigen in die Bezirksklasse auf.

Während der Sportwoche wird das 90 jährige Bestehen gefeiert.

 

2001   Der 1. Vorsitzende Jürgen Grimm, tritt nach der JHV aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Kommissarisch wurde der 2.Vors. Joachim Nothdurft am 28.12.2000 vom Vorstand gewählt. Auch Andreas Sue tritt zurück. Nachfolger als Geschäftsführer wird Thomas König.

Es wird immer schwieriger die D - A-Jugendlichen zu begeistern. Hartmuth Meyer konnte als kompetenter Jugendtrainer für die G – D-Jugend gewonnen werden. Es fehlen vorrangig begeisterte Betreuer und gute Jugendtrainer. Die Damen steigen in die Landesliga auf. Die finanziellen Mittel für die Landesliga der 1. Herren reichen nicht mehr aus. Der Vorstand beschließt, den freiwilligen Rückzug und den Abstieg in die Bezirksliga. Die Mannschaft zeigt Charakter und spielt die Saison mit dem erreichten 5. Tabellenplatz ehrenvoll zu Ende. Als Trainer wird Wolf Kallmeyer verpflichtet. Er hat die Aufgabe, den vermeintlichen freien Fall mit neuen Spielern zu verhindern. Die 2.Herren besteht zu 80% alte Herrenspieler und konnte den Abstieg nicht verhindern. Die Mitgliederzahlen im Tennis sind weiter rückläufig. Trotz intensiver Bemühungen konnte keine Herrenmannschaft gemeldet werden. Seit Gründung der Wandersparte wurden 96 Wanderungen durchgeführt. Für die Montagsgymnastikgruppe werden neue Turnmatten angeschafft. Für das Kinderturnen wurden aus dem Erlös der Kinderkleidermärkte ein Kletterturm und diverse Kleingeräte angeschafft.

 

 

2002   Die Beiträge werden mit der Einführung des EURO angepasst. Der 1. Vorsitzende Joachim Nothdurft wird gewählt. Unsere Fußballabteilung besteht 75 Jahre. Eine Festzeitung wurde erstellt und ein Festtag mit Frühstück und Tanz veranstaltet. Erstmals wurde mit Hilfe von Andreas Sue eine Stadionzeitung herausgegeben, die zu jedem Heimspiel der 1. Mannschaft erscheint. Zusammen mit der Feuerwehr wird das Osterfeuer ausgerichtet. Nur drei Spieler verlassen den Verein. Der Durchrutsch in untere Klassen konnte verhindert werden. Die Tennisjugend und die Herren bilden eine erfolgreiche Spielgemeinschaft mit Elliehausen. Jugendvereinsmeister wird Niklas Grimm.  Eine Step-Aerobic Gruppe hat sich gegründet, hierfür werden Step-Bretter angeschafft.

 

2003   Das Jahr beginnt, nach unserer Jahreshauptversammlung mit einem Brand in der MZH, verursacht durch glühende Zigarettenkippen. Die MZH wurde komplett renoviert. Der Sachschaden wurde durch unsere Versicherung beglichen. Thomas Piazzi scheidet nach 10 Jahren als Schatzmeister aus. Er führt die Kasse aber weiter, bis ein neuer Schatzmeister gefunden wird. Zusammen mit drei weiteren Holtenser Vereinen übernehmen wir die Patenschaft zur Pflege des Kinderspielplatz „an der Tränke“.

Beim Kinderturnen und Jazztanz sind 50 Kinder aktiv und zeigen das in der Sportwoche. Erstmals richtet die Fußballjugend das

Sichtungsturnier des Kreisjugendausschuss für insgesamt

43 E-Jugendmannschaften aus. Die 1. Fußballdamen werden Meister der Landesliga und gewinnen den Bezirkspokal. Carsten Langar übernimmt die Trainertätigkeit von Wolf Kahlmeier, der Teammanager

wird. Die komplette 3. Mannschaft von Göttingen 05 wechselt zum TSV. Die Wanderabteilung begeht ihre 100. Wanderung.

 

2004   das Sporthaus erhält eine wärmegedämmte Außenfassade und mehrere neue Fenster. 100m² Verbundpflaster wird erneuert. Ca. 700 Arbeitsstunden werden von den Helfern erbracht.

Die 1. Mannschaft steigt in die Bezirksklasse ab. Fast alle Spieler bleiben und peilen den Wiederaufstieg an. Die 1. Damen werden Hallenkreismeister. Dirk Wilhelmy löst Markus Busch als Jugendobmann ab, der zum 2. Vorsitzenden gewählt wird.

Die F-Jugend wird unter 116 Mannschaften Vize-Hallenkreismeister. Die Jugendabteilung fährt mit 72 Teilnehmern nach Hermersberg in die Pfalz.  Das Kinderturnen wird durch eine Mutter-Kind Gruppe erweitert. Die Tennissparte feiert das 25 jährige Bestehen mit Promiturnier, Holtensen Cup und geselligen Abend.

 

2005   Der TSV- Holtensen hat eine eigene Internetseite. Ein Orkan zerstört unser großes Festzelt, deckt Ziegel ab und knickt Bäume um die ohne die Hilfe durch die Holtenser Feuerwehr und die BF nicht zu bergen waren. Die Beiträge werden erhöht. Frank Wißler wird zum Schatzmeister gewählt. Neben der Grillhütte, werden 60m² Fläche gepflastert und die Garagendächer neu abgedichtet.

Die Tennisabteilung gestaltet die Umzäunung der Anlage neu. In vielen Arbeitsstunden wird die Tennishütte in den Platz integriert und ein Container als Geräteschuppen aufgestellt.1. Vorsitzender: Stephan Hepe, 2. Vorsitzender: Thomas Meyer, Kassenwart: C. Herwig, Sportwart: O. Kaib, Jugendwart: F. Wißler

Die Erste schafft den direkten Wiederaufstieg und steht zur Winterpause wieder auf Platz eins. Die Damen steigen in die Niedersachsenliga auf und gewinnen den Bezirkspokal. Die Zweite Damen schafft den Aufstieg in die Bezirksliga. Eine Tischtennisgruppe findet sich wieder zusammen.

 

2006   Um das zerstörte Festzelt zu ersetzten, wird neben der Grillhütte mit Spenden und Eigeninitiative ein 60m² großer Unterstand gebaut. Wieder wurde mehrmals in das Sporthaus eingebrochen es entstand erheblicher Sachschaden. Die Werbe GBR übergibt die Bandenwerbung in die Verantwortung des Vereins.

Die Fußballer werden Meister in der Bezirksliga, dürfen aber wegen fehlenden eigenen Jugendmannschaften (30 Jahre SG mit Elliehausen werden nicht anerkannt) nicht aufsteigen. SVG Göttingen profitiert davon. Die 2. Mannschaft steigt in die 1. Kreisklasse auf.

Die Tennissparte veranstaltet zum zweiten Mal das Sparkassen Open. Das sehr gut besetzte Herrendoppelturnier ist ein voller Erfolg. Erster Kassenwart wird Tobias Bachmann.

Mit großem Erfolg wird in drei verschiedenen Altersgruppen Kindertanzen angeboten.

 

2007   Erstmals findet auf Initiative des TSV ein Jugendtag der Holtenser Vereine statt. Das Sporthaus erhält eine neue Außenbeleuchtung. Die Bäume rund um den Sportplatz werden mit Hilfe eines 18m Steigers ausgeschnitten. Neue große Werbetafeln werden in Blickrichtung A7 aufgestellt. Im zweiten Anlauf machte die 1.Mannschaft den  Aufstieg in die Bezirksoberliga perfekt. Die Aerobic-Sparte wirbt beim Kirmesumzug für neue Mitglieder. Zum 25. Mal wird die Sportwoche veranstaltet. Die Wandergruppe wandert fünf Tage auf der Insel Usedom.

 

2008   Die Tischtennissparte boomt. 25 Jugendliche stehen seit Oktober an der Platte. Beim Jugendfußball herrscht eine hohe Fluktuation. Die A-Jugend musste wieder abgemeldet werden. Die C-Jugend wurde Meister in Ihrer Staffel. Es wurden wieder drei Holtenser Mannschaften gemeldet. 2Jugendtore konnten angeschafft werden. Die1.Mannschaft gewinnt die Hallenturniere in Bovenden und der Godehardhalle, in Adelebsen werden sie Zweiter. Die Teilnehmerzahlen am 2. Jugendtag der Holtenser Vereine waren ernüchternd, deshalb wird er nicht wieder stattfinden. Die Tennissparte freut sich über die gute Beteiligung am Tennisturnier für Jedermann während der Sportwoche.

 

 

 

2009   Die Tennissparte feiert ihr 30 jähriges Bestehen und ist erstmals schuldenfrei. Die Herren 30 steigen in die Verbandsklasse auf. Der bisher größte Erfolg der Tennisspieler. Zum zweiten Mal findet auf unserem Sportplatz die Deutsche Meisterschaft der Pinscher und Schnauzer statt. Die Tischtennissparte meldet zwei Jugend-mannschaften und eine Mädchenmannschaft zum Punktspielbetrieb.

Die Kindertanzsparte wird aufgelöst. Leider konnten die Forderungen der Übungsleiterin vom Vorstand nicht erfüllt werden.

Als eigene Fußball-Jugendmannschaften des TSV werden eine C-,E-und F-Jugend gemeldet. Die Erste Mannschaft schafft mit Platz 6 den Verbleib in der Bezirksoberliga. Die Zweite ist weiterhin im oberen Drittel der 1. Kreisklasse zu finden.

 

 

2010          100 Jahre TSV Holtensen

 

Wie der Rückblick auf die nunmehr 100 jährige Vereinsgeschichte zeigt, hat der TSV Holtensen zahlreiche Höhen, aber auch einige Tiefen erlebt. Die unzähligen kleinen und großen Erfolge sowie die herausragenden Sportveranstaltungen haben dem Verein einen überregionalen Bekanntheitsgrad verliehen. Nicht zuletzt weil die erfolgreiche Vergangenheit auch eine große Verpflichtung darstellt, wird der TSV Holtensen auch in Zukunft ein moderner, vielseitiger und aktiver Sportverein sein. Obgleich die sportliche Leistungsstärke im TSV eine große Bedeutung hat, ist sich der TSV Holtensen seinen kulturellen, gesellschaftlichen und sozialen Verpflichtungen als Breitensportverein in der Dorfgemeinschaft Holtensen`s bewusst. Mit einem eigenen Sportgelände mit Vereinshaus, 2 Rasenfußballplätzen und 3 Tennisplätzen verfügt der TSV über eine gute Grundlage dieser Verpflichtung auch weiterhin gerecht zu werden und durch weitere sportliche Erfolge ein Garant dafür sein, dass man vielerorts mit Achtung und Respekt über Holtensen und seinen TSV sprechen wird.